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Gefäßtag am 12. Oktober

So wird der Knöchel-Arm-Index korrekt bestimmt

Zum Gefäßtag am 12. Oktober rückt die Deutsche Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin (DGG) die PAVK in den Mittelpunkt. Wichtig bei der Diagnostik: korrektes Vorgehen bei der ABI-Bestimmung. Wie das geht, steht in einer US-Leitlinie.

Dr. Marlinde LehmannVon Dr. Marlinde Lehmann Veröffentlicht:
Bestimmung des Knöchel-Arm-Index.

Bestimmung des Knöchel-Arm-Index.

© Prof. Eike Sebastian Debus

BERLIN. In Deutschland sind nach Schätzungen etwa drei Millionen Menschen von einer PAVK betroffen, teilt die DGG zum Gefäßtag am 12. Oktober mit.

Die Auswirkungen auf das Gesundheitssystem seien erheblich: die Rückvergütungskosten für stationäre Therapie bei PAVK seien von 2,14 Milliarden Euro im Jahr 2007 auf 2,56 Milliarden Euro im Jahr 2009 gestiegen und machten damit 4,84 Prozent aller Klinikkosten aus.

Für die Diagnose einer PAVK hat die Berechnung des Knöchel-Arm-Index (ABI) in der Praxis einen hohen Stellenwert: Ein ABI von , 0,9 gilt als beweisend für das Vorliegen einer PAVK. Wie aber wird bei der ABIBestimmung korrekt vorgegangen?

US-Leitlinien zur ABI-Bestimmung

Die DGG verweist hierzu auf die Leitlinien der American Heart Association zur Bestimmung des ABI (Circulation 2012; 126: 2890-2909) als neuer internationaler Konsensus:

› Der Patient ruht bei Raumtemperatur (19 - 22°C) für 5 bis 10 Minuten auf dem Rücken, Kopf und Fersen werden unterstützt.

› Er hat wenigstens zwei Stunden vor der Untersuchung nicht geraucht.

› Die Breite der Manschette sollte der Größe der Extremität angepasst sein und wenigstens 40 Prozent des Umfangs der Extremität ausmachen.

› Die Manschette darf nicht über einem distalen Bypass oder einer offenen Wunde appliziert werden. Offene Stellen müssen mit einem wasserdichten Verband abgedeckt sein.

› Während der Druckmessung sollte der Patient sich nicht bewegen.

› An der unteren Extremität wird die Manschette in gleicher Weise wie am Arm angelegt (gerade Umwicklung, unteres Ende der Manschette 2 cm oberhalb des Innenknöchels).

› Eine 8- bis 10-MHz-Sonde sollte benutzt werden. Über dem Sensor wird Doppler-Gel aufgebracht.

› Nach Anschalten des Geräts sollte die Sonde in dem Gebiet des Pulses in einem Winkel von 45 bis 60° auf der Haut platziert werden. Die Sonde sollte kreisförmig bewegt werden, bis das beste Signal gehört wird.

› Die Manschette sollte schrittweise aufgeblasen werden, bis 20 mm Hg oberhalb des Verschwindens des Fluss-Signals und dann langsam entleert werden, um das Druckniveau festzustellen, an dem das Fluss-Signal wieder erscheint. Der maximale Aufblas-Druck beträgt 300 mm Hg. Wenn trotzdem ein Fluss festgestellt wird, sollte die Manschette rasch entleert werden, um Schmerzen zu vermeiden.

› Die Bestimmung des Arm-Blutflusses bei der Blutdruckmessung des Armes sollte ebenfalls mit dem Doppler erfolgen.

› Es sollte stets die gleiche Reihenfolge der Druckmessungen an den Extremitäten eingehalten werden.

› Nach Durchführung einer ersten Sequenz von Messungen sollte die erste Reihenfolge wiederholt werden (Abmildern des "Weißkittel-Effekts"). Die Ergebnisse beider Reihen sollten gemittelt werden, außer, die Differenz der zwei Messungen des ersten Arms überschreitet 10 mm Hg. In diesem Fall sollte die erste Messung gestrichen und nur die zweite in Betracht gezogen werden.

Empfehlungen zur ABI-Berechnung

› Der ABI eines jeden Beins sollte bestimmt werden, indem der höhere A. tibialis posterior- oder A. dorsalis pedis-Druck durch den höheren systolischen Blutdruck des rechten oder linken Arms dividiert wird.

› Wenn der ABI bestimmt wird, um Patienten mit Symptomen einer PAVK zu diagnostizieren, wird der ABI getrennt für jedes Bein angegeben.

› In allen Situationen, wo initial ein ABI zwischen 0,8 und 1,0 gemessen wird, ist es ratsam, die Bestimmung zu wiederholen.

Lesen Sie dazu auch: Gefäßtag: Kampagne ACTION startet am 12. Oktober

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