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Kommentar zum Welt-COPD-Tag

Spät, aber nicht zu spät

Von Beate Schumacher Veröffentlicht:

Es ist nicht zu spät: Das Motto des Welt-COPD-Tages bietet angesichts der Situation der meisten COPD-Kranken eine durchaus optimistische Einschätzung.

Denn allein bis die Erkrankung erkannt wird, vergehen in der Regel Jahre. Meistens haben die Patienten dann schon irreversible Lungenschäden und sind durch Luftnot im Alltag eingeschränkt.

Dass es so lange bis zur Diagnose dauert, hat viele Gründe: Eine COPD verläuft bekanntlich schleichend, verursacht zunächst keine Beschwerden. Und erste Symptome wie Husten und Auswurf werden von den Betroffenen oft ignoriert oder verharmlost.

Bei zunehmender Luftnot finden viele COPD-Kranke Vermeidungsstrategien: Wer immer den Aufzug nimmt, hat keine Probleme beim Treppensteigen. Oft sind es auch Angst und schlechtes Gewissen, die die (Ex-)Raucher, denn das sind die allermeisten COPD-Patienten, vom Arztbesuch abhalten.

Zur späten Diagnose tragen nach einer aktuellen Studie bisweilen aber auch Ärzte bei: Die Spirometrie ist bei respiratorischen Beschwerden eben doch noch nicht so etabliert wie das EKG bei kardialen Symptomen.

Dabei gäbe es in jedem Stadium der Erkrankung die Möglichkeit, durch Rauchverzicht und Pharmakotherapie das Fortschreiten der Erkrankung zu bremsen oder zumindest die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Das Motto "Es ist nicht zu spät" ist somit eine Aufforderung an Patienten, Beschwerden abklären zu lassen und mit dem Rauchen aufzuhören, und an die Ärzte, nach Zeichen einer COPD zu fragen und bei Bedarf eine Spirometrie zu veranlassen - und zwar besser früher als später.

Lesen Sie dazu auch: Welt-COPD-Tag: Bei Husten an COPD denken COPD: Symptome oft falsch gewertet

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