„ÄrzteTag“-Podcast

TI-Pauschale für Ärzte statt Kostenerstattung – eine gute Lösung, Herr Schick?

Konnektortausch, mehr Wettbewerb bei Praxis-IT, TI-Pauschale: In Sachen Digitalisierung prasselt derzeit viel auf Ärzte ein. Der kürzlich wiedergewählte bvitg-Chef Gerrit Schick bezieht im „ÄrzteTag“-Podcast Stellung zu den Entwicklungen.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:
Gerrit Schick, Vorstandsvorsitzender des Herstellerverbands bvitg und Geschäftsführer der Cherry Digital Health GmbH.

Gerrit Schick, Vorstandsvorsitzender des Herstellerverbands bvitg und Geschäftsführer der Cherry Digital Health GmbH.

© Porträt: bvitg | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

Es tut sich gerade viel in Sachen Gesundheits-IT: An unerwarteter Stelle, im Pflegepersonal-Entlastungsgesetz hat sich unversehens eine Großbaustelle der Gesundheits-IT aufgetan, die E-Health-Strategie ist im Werden, und das Gesundheitsdatennutzungsgesetz steht ebenso ante portas. Viel zu tun gibt es damit nicht nur für die Ärztinnen und Ärzte als Anwender, sondern auch für die Industrie.

Wie die Hersteller in dieser Gemengelage aufgestellt sind, erläutert Gerrit Schick im „ÄrzteTag“ Podcast. Schick ist Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Gesundheits-IT (bvitg) und gerade in seinem Amt bestätigt worden.

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In seinem Verband sieht der Geschäftsführer der Cherry Digital Health GmbH, die unter anderem Kartenterminals für Anwendungen der Telematikinfrastruktur herstellt, weit mehr als eine Lobby-Organisation, die die Interessen ihrer Mitglieder vertritt. Im Gespräch erläutert Schick, wie marktwirtschaftliche Ansätze dazu beitragen, gute Lösungen für Anwender und für eine bessere Medizin zu finden.

Wenig überraschend, sieht er die Gesundheits-IT in Deutschland im Vergleich mit anderen Ländern weit im Hintertreffen. In den vergangenen Jahren habe es viele einzelne Aktionen gegeben, es habe aber eine übergeordnete Strategie gefehlt. Schick sieht bei der aktuellen Erarbeitung einer E-Health-Strategie unter Federführung des Bundesgesundheitsministeriums alle am Prozess Beteiligten gut eingebunden.

Schick verteidigt gematik-Entscheidung beim Konnektortausch

Beim Konnektortausch der ersten Gerätegeneration, der im laufenden Jahr 2022 so hohe Wellen geschlagen hat, verteidigt er im Podcast die Entscheidung der gematik. Es sei in diesem Zusammenhang viel zu wenig diskutiert worden, dass auch andere IT-Geräte, etwa Smartphones oder Notebooks doch auch nach drei bis fünf Jahren regelhaft ausgetauscht würden.

Viel Aufregung sieht Schick auch in der aktuellen Diskussion über die TI-Pauschale, die nach derzeitigem Stand des Entwurfs zum Pflegepersonal-Entlastungsgesetz die bisherige Erstattung der Kosten nach Verhandlungen zwischen den Akteuren der Selbstverwaltung ablösen soll.

Die Hersteller von Praxisverwaltungssystemen seien für den bevorstehenden Wandel hin zur TI 2.0 und zu sicheren IT-Lösungen gut gerüstet. Es gebe sowohl größere als auch junge, noch kleinere Unternehmen, die technisch auf der Höhe der Zeit seien. (Dauer: 32:25 Minuten)

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