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Medizinische Rehabilitation

Asthma-Höhentherapie bessert immunologische Befunde

Medizinische Reha in alpinen Höhen verbessert bei Asthmapatienten nicht nur Symptome und Lungenfunktion, sondern auch immunologische Befunde.

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Welche Veränderungen bewirkt eine medizinische Rehabilitation in alpinen Höhen bezüglich der immunologischen Gegebenheiten bei unterschiedlichen Asthma-Phänotypen? Dazu haben Forscher um Tadech Boonpiyathad aus Davos 35 Probanden (26 hospitalisierte Asthmapatienten und eine gesunde Kontrollgruppe) über einen Zeitraum von 21 Tagen untersucht (Allergy 2020; 75(1): 84-94).

In der der Asthmagruppe hatten 9 Patienten eosinophiles allergisches Asthma, 9 nichteosinophiles Asthma und weitere 8 nichteosinophiles, nichtallergisches Asthma. Anhand von peripheren Blutproben wurden Untergruppen von Leukozyten (Eosinophile, regulatorische T-Zellen (Tregs) und innate lymphoid cells (ILCs)) mithilfe der Flow-Zytometrie jeweils zu Beginn und am Ende des Aufenthaltes in der Höhe analysiert.

Immunologische Dysbalance wird reduziert

Die Ergebnisse: Während der Asthmatherapie in Höhenregionen zeigte sich eine signifikante Besserung aller klinischer Parameter, darunter FEV1 und FeNO. Die Schweizer Wissenschaftler stellten außerdem eine Veränderung immunologischer Parameter fest. So verringerte sich unter der Höhentherapie die Typ-2-Immunreaktion der Asthmapatienten. Sie normalisierte den erhöhten CRTH2-Wert (Chemoattractant Receptor-Homologous Molecule Expressed on Th2 Cells) und reduzierte so die Auswirkungen seiner Th2-dominierten immunologischen Dysbalance.

Die Höhentherapie zeigte somit für alle Phänotypen der Asthma-Erkrankung nachhaltig positive Auswirkungen, die sich nicht nur bezüglich der Symptome, sondern konkret in den immunologischen Befunden nachweisen ließen, resümieren die Schweizer Forscher. Dabei konnten für die jeweilige Asthmaform spezifische Veränderungen gezeigt werden. Die zellulären Veränderungen bei eosinophilem und allergischem Asthma korrelierten stärker als jene bei nichteosinophilem und nichtallergischem Asthma bronchiale.

Es gilt bewährte Therapien zu validieren

„Derzeit erfährt die Medizin eine wahrhafte Revolution mit der Entwicklung von hochspezifischen und gleichzeitig sehr effektiven Therapien, wie die Biologika bei Allergien, Asthma und auch Neurodermitis“, kommentiert Professor Claudia Traidl-Hoffmann, Lehrstuhl und Institut für Umweltmedizin UNIKA-T in Augsburg, die Studie (Pneumo News 2020; 12 (3): 21-22). „Gerade in diesen Zeiten der ,targeted therapy‘ haben wir gleichzeitig die Verantwortung, bewährte Therapie und so auch Rehabilitationsmaßnahmen, in ihrer Effektivität zu validieren und auf molekularer Basis zu verstehen“, so Traidl-Hoffmann. Das sei in dieser Studie vorbildlich gelungen. (eb/ikr)

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