Booster-Impfungen

Arztpraxen können jetzt Omikron-Impfstoffe bestellen

Kaum hat die EU-Kommission die Zulassung erteilt, können Arztpraxen schon die angepassten Corona-Impfstoffe bestellen. Doch es gibt einiges zu beachten, wie die KBV berichtet.

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Bis zu 240 Dosen der neuen Impfstoffe je Arzt/Ärztin können Praxen laut KBV anfordern. 

Bis zu 240 Dosen der neuen Impfstoffe je Arzt/Ärztin können Praxen laut KBV anfordern.

© Lo Bianco / Fotogramma / ROPI / picture alliance

Berlin. Die Zahnräder greifen ineinander: Direkt nachdem die EU-Kommission die Zulassung erteilt hat, meldet die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), dass Vertragsärztinnen und -ärzte ab sofort die an die Omikron-Variante BA.1 angepassten COVID-19 Impfstoffe für Booster-Impfungen von BioNTech/Pfizer und Moderna bestellen können.

Die erste Auslieferung der bivalenten Impfstoffe solle möglicherweise bereits Ende nächster Woche erfolgen, so die KBV – wenn die Bestellung bei den Apotheken bis 12 Uhr am kommenden Dienstag (6. September) erfolgt. Spätestens am 12. September sollen die Vials dann in den Praxen ankommen, habe das Bundesgesundheitsministerium (BMG) angekündigt, berichtet die KBV.

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Bei der Bestellung sei zu beachten, dass die Impfstoffnamen auf dem Rezept mit dem Zusatz „Orig./BA.1“ versehen werden, „also Comirnaty® Orig./BA.1 und Spikevax® Orig./BA.1“, so die KBV.

Die bislang auf dem Markt befindlichen COVID-19-Impfstoffe beider Hersteller stünden weiterhin für die Grundimmunisierung zur Verfügung, die bivalenten Impfstoffe sind bekanntlich nur für Auffrischimpfungen von Personen ab 12 Jahren zugelassen.

Bis zu 240 Dosen je Arzt oder Ärztin

Bis zu 240 Dosen der neuen Impfstoffe je Arzt/Ärztin können Praxen laut KBV anfordern. Eine Bestellung sei nach dem üblichen Rhythmus wöchentlich möglich. Zehn Millionen Impfdosen des BA.1-Impfstoffs von BioNTech und vier Millionen Dosen von Moderna stünden laut BMG zur Verfügung. Wie bisher werden die Impfstoffe von BioNTech in Vials à sechs Dosen und von Moderna à fünf Dosen als Fertiglösungen ausgeliefert.

Ein weiteres Vakzin, das an die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 angepasst ist, soll bekanntlich im Herbst kommen, aber auch der aktuell verfügbare Impfstoff lasse die Antikörpertiter gegen diese Varianten bereits ansteigen, wenn auch nicht so stark wie gegen die Subvariante BA.1, hätten die Hersteller gemeldet.

„Wichtig ist, dass die Ständige Impfkommission (STIKO) nun ihre aktualisierte Empfehlung für Impfungen gegen COVID-19 abgibt“, wird der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Stephan Hofmeister in der Mitteilung zitiert.

KBV: „Einsatz ab sofort möglich“

Die aktuelle Empfehlung der STIKO bezieht sich noch nicht auf die neuen Impfstoffe. „Der Einsatz der angepassten Impfstoffe ist aber bereits ab Verfügbarkeit entsprechend der Coronavirus-Impfverordnung möglich“, schreibt dazu die KBV.

Nicht nur die neuen Impfstoffe von BioNTech und Moderna können Praxen bestellen, sondern erstmals auch den COVID-19-Impfstoff Valneva, heißt es weiter von der KBV. Damit stehe der erste Totimpfstoff bereit. Zugelassen ist Valneva als Impfstoff für Personen zwischen 18 und 50 Jahren zur Grundimmunisierung. (ger)

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