Medizintechnik

Ausblick mit Fragezeichen bei Siemens Healthineers

Corona verhagelt dem Medizintechnik- und Diagnostika-Anbieter Siemens Healthineers die Gewinnerwartung.

Veröffentlicht: 02.11.2020, 15:39 Uhr

Erlangen. Als „starke Leistung in einem herausfordernden Umfeld“ betitelt Siemens Healthineers sein jüngst abgelaufenes Geschäftsjahr 2020 (30. September). Am Montag gab der Medizintechnikkonzern die Zahlen bekannt und zugleich einen von etlichen Unwägbarkeiten geprägten Ausblick.

Demnach stagnierten zuletzt die Konzerneinnahmen bei 14,46 Milliarden Euro (-0,4 Prozent). Der Jahresüberschuss verringerte sich um zehn Prozent auf 1,42 Milliarden Euro. Das vor einem Jahr erklärte Ziel, wonach der bereinigte Gewinn je Aktie 2020 um sechs bis zwölf Prozent zulegen soll, wurde damit deutlich verfehlt; bei dieser Kenngröße muss das Medtechunternehmen nun sieben Prozent Rückgang (auf 1,59 Euro) melden.

Während die Sparten Bildgebung („Imaging“) und „Advanced Therapies“ (minimalinvasive OP-Technik) jeweils zwischen einem und zwei Prozent Zuwachs verbuchten, schwächelte das Diagnostikageschäft und blieb mit 3,9 Milliarden Euro fünf Prozent unter Vorjahr. Mit bildgebenden Systemen wurden knapp 9,1 Milliarden Euro umgesetzt, mit moderner OP-Technik 1,6 Milliarden.

Dividende von 80 Cent je Aktie

Den Aktionären sollen zur voraussichtlich am 12. Februar stattfindenden Hauptversammlung unverändert 80 Cent je Aktie Dividende vorgeschlagen werden. Damit würden 60 Prozent des Nettogewinns ausgeschüttet, heißt es.

Im Geschäftsjahr 2021 soll der Umsatz zwischen fünf und acht Prozent und der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 1,58 und 1,72 Euro zulegen – jeweils vor Portfolio- und Wechselkurseffekten. Die Prognose stehe unter der Bedingung, dass sich Maßnahmen, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, „nicht negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken“.

Zudem rechne man damit, dass das Investitionsverhalten in den USA „ab Januar wieder anzieht“. Auch die finanziellen Auswirkungen der Varian-Akquise, eines Systemanbieters zur Strahlentherapie, sind in der Guidance noch nicht erfasst. (cw)

Mehr zum Thema

COVID-19-Pandemie

Spahn: Corona-Impfungen schon im Dezember denkbar

hih-Leiter Debatin

E-Patientenakte „entmystifizieren“

Promotionsstipendien

AML und CAR-T-Therapie auf der Spur

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Der für den Impfstoff genutzte Virus-Vektor: Er basiert auf einem abgeschwächten Schimpansen-Adenovirus, das nach der Impfung die Oberflächen-Spike-Proteine von SARS-CoV-2 präsentiert.

SARS-CoV-2-Impfstoff

Vektor-basierte Corona-Vakzine mit 70 Prozent Wirksamkeit

Einen neuen Blick auf die Infektionszahlen fordert eine Gruppe von Experten.

COVID-19

Experten wollen weg von 7-Tage-Inzidenz

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) besuchte am Montag das Werk des Impfstoffherstellers IDT Biologika in Dessau-Roßlau.

COVID-19-Pandemie

Spahn: Corona-Impfungen schon im Dezember denkbar