Medizintechnik

Ausblick mit Fragezeichen bei Siemens Healthineers

Corona verhagelt dem Medizintechnik- und Diagnostika-Anbieter Siemens Healthineers die Gewinnerwartung.

Veröffentlicht:

Erlangen. Als „starke Leistung in einem herausfordernden Umfeld“ betitelt Siemens Healthineers sein jüngst abgelaufenes Geschäftsjahr 2020 (30. September). Am Montag gab der Medizintechnikkonzern die Zahlen bekannt und zugleich einen von etlichen Unwägbarkeiten geprägten Ausblick.

Demnach stagnierten zuletzt die Konzerneinnahmen bei 14,46 Milliarden Euro (-0,4 Prozent). Der Jahresüberschuss verringerte sich um zehn Prozent auf 1,42 Milliarden Euro. Das vor einem Jahr erklärte Ziel, wonach der bereinigte Gewinn je Aktie 2020 um sechs bis zwölf Prozent zulegen soll, wurde damit deutlich verfehlt; bei dieser Kenngröße muss das Medtechunternehmen nun sieben Prozent Rückgang (auf 1,59 Euro) melden.

Während die Sparten Bildgebung („Imaging“) und „Advanced Therapies“ (minimalinvasive OP-Technik) jeweils zwischen einem und zwei Prozent Zuwachs verbuchten, schwächelte das Diagnostikageschäft und blieb mit 3,9 Milliarden Euro fünf Prozent unter Vorjahr. Mit bildgebenden Systemen wurden knapp 9,1 Milliarden Euro umgesetzt, mit moderner OP-Technik 1,6 Milliarden.

Dividende von 80 Cent je Aktie

Den Aktionären sollen zur voraussichtlich am 12. Februar stattfindenden Hauptversammlung unverändert 80 Cent je Aktie Dividende vorgeschlagen werden. Damit würden 60 Prozent des Nettogewinns ausgeschüttet, heißt es.

Im Geschäftsjahr 2021 soll der Umsatz zwischen fünf und acht Prozent und der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 1,58 und 1,72 Euro zulegen – jeweils vor Portfolio- und Wechselkurseffekten. Die Prognose stehe unter der Bedingung, dass sich Maßnahmen, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen, „nicht negativ auf die Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen auswirken“.

Zudem rechne man damit, dass das Investitionsverhalten in den USA „ab Januar wieder anzieht“. Auch die finanziellen Auswirkungen der Varian-Akquise, eines Systemanbieters zur Strahlentherapie, sind in der Guidance noch nicht erfasst. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Lesetipps
Ein Mann mit naßgeschwitztem Gesicht und Hemd tupft sich mit einem Tuch die Stirn ab.

© Creatas / Thinkstock

Stufenschema

Das große Schwitzen: Strukturiert gegen Hyperhidrose vorgehen