Telematikinfrastruktur

Gesundheits-IT bangt um dauerhaften Fortschritt

Der Bundesverband Gesundheits-IT appelliert an die gesundheitspolitischen Entscheider, das Potenzial der digitalen Versorgung nach der Coronavirus-Pandemie nicht aus den Augen zu verlieren.

Veröffentlicht: 20.05.2020, 17:31 Uhr

Berlin. Deutschland erlebt in der gegenwärtigen COVID-19-Pandemie eine rasch fortschreitende Digitalisierung der medizinischen Versorgung. Stellvertretend für solche Lösung stehen Corona-Screening-Apps, Meldesysteme für Intensivkapazitäten, aber auch die Videosprechstunde.

„Das Potenzial ist groß. Es auch nachhaltig zu erschließen ist aber alles andere als ein Selbstläufer“, mahnt Sebastian Zilch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Gesundheits-IT (bvitg). „Deshalb dürfen Politik und Selbstverwaltung nach der Krise nicht auf ausgetretene Pfade zurückkehrenfallen.

Stattdessen müssen wir diese einmalige Chance ergreifen und die umfassende und nachhaltige Digitalisierung unseres Gesundheitssystems vorantreiben“, so sein Appell an die gesundheitspolitischen Entscheider – und präsentierte ihnen am Mittwoch ein kompaktes Positionspapier.

Knackpunkt Telematikinfrastruktur

Erforderlich sind hierzu nach Meinung des bvitg vor allem weitere Investitionen in die digitale Infrastruktur sowie die Vernetzung von Krankenhäusern, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen. Zudem müsse sich die Qualität der Gesundheitsdaten verbessern und diese einfacher verfügbar gemacht werden.

Von zentraler Bedeutung sind laut Positionspapier insbesondere Projekte mit realem Mehrwert für die Versorgung, weshalb der Verband eine zügige Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA), des eRezeptes, der elektronischer Krankschreibung sowie die Ausweitung von Telemedizin-Anwendungen fordert.

„Gemeinsam können wir die aktuellen gesellschaftspolitischen Impulse umwandeln in eine zielgerichtete Vorwärtsbewegung für eine bessere Gesundheitsversorgung in Deutschland – vernetzt, digitalgestützt und datenbasiert“, heißt es in dem bvitg-Papier. (maw)

Mehr zum Thema

3D-Druck in der Medizin

Patentschmiede Deutschland

Umfrage

Smartphone-süchtige Kinder durch Corona?

Krankenhaus-Gipfel

Digitalisierungsfortschritte „in Wochen, nicht Monaten“

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Impfbereitschaft geht flöten

EU-Bürger befragt

Impfbereitschaft geht flöten

„Hormonersatztherapie mit einem anderen Ansatz“

S3-Leitlinie zur Peri- und Postmenopause

„Hormonersatztherapie mit einem anderen Ansatz“

Neue Corona-Studien: Geruchsverlust über Wochen

COVID-19

Neue Corona-Studien: Geruchsverlust über Wochen

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden