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Spiegelbild der MedTech-Innovationskraft

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Auf der weltgrößten Medizinmesse Medica präsentiert die MedTech-Branche wieder viele Innovationen.

Von Matthias Wallenfels

BERLIN. Die deutschen Medizintechnik-Unternehmen sind nach der überstandenen Wirtschafts- und Finanzkrise schon fast wieder in Sektlaune. Wie eine aktuelle Umfrage des Bundesverbandes Medizintechnologie (BVMed) unter seinen Mitgliedern ergab, liegt das erwartete Umsatzwachstum für das laufende Jahr bei den 139 Firmen, die sich an der Erhebung beteiligt hatten, bei rund 5,5 Prozent.

Nach Ansicht des BVMed untermauert dies, wie innovations- und wachstumsstark die Branche sei. Insgesamt beschäftigen die MedTech-Firmen in Deutschland mehr als 170 000 Menschen. Im Durchschnitt investierten die forschenden MedTech-Unternehmen rund neun Prozent des Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Rund ein Drittel ihres Umsatzes erzielten die deutschen Medizintechnik-Hersteller mit Produkten, die nicht älter als drei Jahre sind.

Einen aussagekräftigen Überblick über die jüngsten MedTech-Innovationen können sich Ärzte aus Praxis und Klinik auf der weltgrößten Medizinmesse Medica vom 17. bis zum 20. November in Düsseldorf verschaffen.

Die wesentlichen Branchentrends verteilen sich auf zukunftsträchtige Technikfelder, wie BVMed- Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt hervorhebt.

• Bei der interventionellen Medizintechnik geht es beispielsweise in der Endoskopie und Laparoskopie vor allem um NOTES (Nutzung der natürlichen Körperöffnungen), die navigierte Biopsie, bildgestützte Interventionen, Roboter assistierte Interventionen oder steuerbare Multifunktions-Katheter.

• Exemplarisch für das Neuroengineering stehen sensorische Funktionen wie Cochlear- oder Retina-Implantate, die Muskelstimulation bei Lähmungen, intelligente Prothesen, die Schlaganfall-Therapie mit computerunterstützter Neuroplastizität sowie die Neurostimulation bei Parkinson, Epilepsie oder Depression.

• Bei der Zell- und Gewebetechnik stehen Blutgefäß-Konstrukte, mitwachsende Herzklappen, die Unterstützung respektive der Ersatz von Organen wie Niere, Leber oder Pankreas ("closed loop" mit Blutzuckermessung und Insulingabe) als Beispiel für Innovationen.

• Bei bildgebenden Verfahren wie dem MRT geht es in Richtung quantitativer Bildgebung beziehungsweise funktionaler Darstellung, beispielsweise des Blutstroms in der Aorta oder der Nervenbahnen im Gehirn.

• Die Telemedizin setzt für Chroniker, Alte und Pflegebedürftige auf die Überwachung des EKG, Blutdrucks, Gewichts, Blutzuckers sowie der Blutgerinnung via diagnostische Implantate - über offene Schnittstellen und Standards direkt in die elektronische Gesundheitsakte.

Weitere Informationen zur Medica finden Sie auf unserer Sonderseite

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