Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

Ingrid KreutzVon Ingrid Kreutz Veröffentlicht:

Dass eine gute Versorgung mit Vitamin D bei älteren Menschen das Risiko für Stürze und für Knochenfrakturen mindert, ist in vielen Studien nachgewiesen und längst anerkannt.

Die Substanz kann aber offenbar noch mehr: Sie schützt nach Ergebnissen von zwei prospektiven Kohortenstudien auch das Herz. Menschen mit niedrigen Plasma-Vitamin-D-Werten haben den Daten zufolge ein doppelt so hohes Risiko für einen Myokardinfarkt und tödliche kardiovaskuläre Ereignisse wie Gleichaltrige mit guter Vitamin-D-Versorgung.

Für den anscheinend kardioprotektiven Effekt von Vitamin D haben die US-Forscher mehrere plausible Erklärungen. So beeinflusst es die Proliferation der glatten Muskelzellen und die vaskuläre Kalzifizierung, aber auch das Renin-Angiotensin-System und den Blutdruck günstig.

Eine gute Versorgung mit Vitamin D heißt, dass der Plasma 25-OH-D-Spiegel mindestens 30 ng/mL beträgt. Um von den weit verbreiteten niedrigen Werten von etwa 12 ng/mL auf den Zielwert zu kommen, sind nach Berechnungen der Forscher täglich 3000 IE Vitamin D nötig.

Das dürfte vor allem im Winter für ältere Menschen in Deutschland kaum über die Nahrung und ausreichend Sonnenlicht zu erreichen sein. Durch Nahrungsergänzungsmittel lässt sich der Bedarf aber leicht und recht preiswert decken, auch wenn die Patienten dies selbst bezahlen müssen. Eine gute Geldanlage - besonders dann, wenn man vielleicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen kann.

Lesen Sie dazu auch: Schützt viel Vitamin D auch die Koronarien?

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Sonderbericht

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Das könnte Sie auch interessieren
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

BCMA-gerichtete CAR-T-Zelltherapie rückt nach vorn

Cilta-cel setzt Standards im ersten Rezidiv

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Janssen-Cilag GmbH, Neuss, a Johnson & Johnson company
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview

Vegetarische und vegane Ernährung bei Kindern mit Vorerkrankungen

Hornhautinfektion durch Pilze

Pilzkeratitis: CRISPR-Test hilft bei unklaren Verdachtsfällen

Lesetipps
Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

Eine Illustration zeigt, wie mittels einer Spritze ins Auge gestochen wird.

© Asset Arc / stock.adobe.com / generated AI

Neovaskuläre altersbedingte Makuladegeneration

Anti-VEGF-Injektionen: Versäumte Termine kosten nAMD-Patienten wohl Sehschärfe