Ärzte Zeitung, 01.12.2005

Therapiepausen - haben die Sinn?

Lesen Sie dazu auch

Noch vor wenigen Jahren schien das Konzept von strukturierten Therapiepausen sehr attraktiv zu sein. In den Pausen der Therapie sollte eine Art natürliche Autovakzination stattfinden und helfen, das Virus in Schach zu halten. Dieses Konzept hat sich in vielen Pilotstudien und Zufallsauswahlstudien jedoch nicht als wirksam erwiesen. Es wird daher nicht mehr empfohlen.

Therapiepausen können jedoch bei Unverträglichkeiten sowie Kurz- und Langzeitnebenwirkungen nötig werden. Generell gilt: Bei einer Therapieunterbrechung oder Therapiepause ist meist mit einem raschen Wiederanstieg der Virusmenge im Blut zu rechnen.

Nicht ohne schwerwiegende Gründe sollten Patienten Therapiepausen machen, bei denen die Zahl der T-Helferzellen unter 200 pro Mikroliter Blut zu Therapiebeginn gelegen hatte und damit der Immundefekt weit fortgeschritten war, oder die zu Beginn eine sehr hohe Viruskonzentration von über 500 000 Kopien pro Mikroliter Blut hatten.

Lesen Sie auch:

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

"Manche Wortwahl irritiert mich sehr"

Gesundheitsminister Spahn wird wegen des TSVG von Ärzten kritisiert. Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" betont er: Es wird mit Falschinformationen Stimmung gemacht. mehr »

Galenus-Gala 2018 – Das sind die Gewinner

Was zeichnet innovative Arzneimittelforschung aus? Vier Medikamente und eine Forschergruppe erhalten den Galenus-von-Pergamon-Preis 2018. Für beispielhaftes soziales Engagement wurde zudem der CharityAward verliehen. mehr »

Stammzelltherapie stoppt aggressive MS

Je früher, desto wirksamer – auch bei der autologen Stammzelltransplantation: Die Aktivität der Multiplen Sklerose lässt sich wohl komplett unterbinden, wenn die Methode als First-line-Therapie eingesetzt wird. mehr »