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Start der Insulintherapie - wie geht’s am besten?

AMSTERDAM (ob). Ist die Stoffwechselnormalisierung bei Typ-2-Diabetikern mit Tabletten nicht mehr gewährleistet, steht eine Insulintherapie an. Erstmals sind jetzt in einer Studie drei Insulinschemata als Einstiegsoptionen verglichen worden. Die Ergebnisse legen nahe, dass die meisten Patienten wohl mehr als einen Insulin-Typ benötigen.

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Prandiales Insulin, Mischinsulin oder doch besser Basalinsulin? Die Entscheidung, welche Variante die beste für den Start in die Insulintherapie ist, ist mit dem erweiterten Spektrum von unterschiedlichen Insulin-Typen schwieriger geworden.

Ziel der in Amsterdam vorgestellten 4T-Studie* war deshalb, Ärzten die nötigen Entscheidungshilfen in dieser Sache zu beschaffen. Erstmals sind drei unterschiedliche Insulinregime in ihrer Wirksamkeit bei mit oralen Antidiabetika schlecht eingestellten Typ-2-Diabetikern im direkten Vergleich geprüft worden.

Insgesamt 708 Patienten, die trotz Behandlung mit Metformin und Sulfonylharnstoffen ein erhöhtes HbA1c (7 - 10 Prozent) hatten, haben teilgenommen. Sie sind nach Aufteilung in drei Gruppen entweder mit dem prandialen Insulinanalogon Insulinaspart (NovoRapid®, dreimal täglich), mit biphasischem Insulinaspart (NovoMix®, zweimal täglich) oder mit dem langwirksamen Basalinsulin Insulindetemir (Levemir®, einmal täglich) behandelt worden.

Nach einem Jahr war der mittlere HbA1c-Wert in den Gruppen mit prandialer Insulintherapie (7,2 Prozent) und biphasischem Insulin (7,3 Prozent) nahezu gleich. In der Basalinsulin-Gruppe lag er mit 7,6 Prozent im Vergleich dazu signifikant höher.

Dafür war jedoch andererseits die Inzidenz von Hypoglykämien bei Behandlung mit dem Basalinsulin signifikant niedriger als in den Vergleichsgruppen mit prandialer oder biphasischer Insulintherapie. Auch führte das Basalinsulin zu einer geringeren Gewichtszunahme (im Schnitt 1,9 kg) als das prandiale (5,7 kg) oder biphasische (4,7 kg) Regime.

Nur eine Minderheit der Typ-2Diabetiker erreichte mit den drei untersuchten Insulinschemata die angestrebte gute Stoffwechseleinstellung (HbA1c  6,5 Prozent). Der Anteil lag bei 23,9 Prozent (prandial), 17,0 Prozent (biphasisch) und 8,1 Prozent (basal).

Das Fazit der Autoren der 4T-Studie, die inzwischen auch im "New England Journal of Medicine" online publiziert wurde, lautet: Alle drei Insulinregime führten zwar zu einer deutlichen Verbesserung des Glukosestoffwechsels - um aber eine zielwertgerechte Einstellung zu erreichen, benötigen die meisten Patienten jedoch wohl mehr als nur ein Insulin. Im zweiten und dritten Jahr der Studienlaufzeit werden derzeit mögliche Strategien einer Intensivierung der Insulintherapie durch Kombination geprüft.

*4T-Studie: Treat to Target in Typ 2 Diabetes

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