Ultraschall deckt Atherosklerose früh auf

DÜSSELDORF (grue). Mit digitalisierten hochfrequenten Ultraschallwellen läßt sich die Dehnbarkeit von Blutgefäßen messen. So erhalten Untersucher Hinweise auf mögliche atherosklerotische Veränderungen bei Patienten.

Veröffentlicht:

Das Kompetenzzentrum Medizintechnik Ruhr verwendet für die transkutanen Ultraschallmessungen ein konventionelles Ultraschallgerät (Siemens Sonoline Omnia), das mit einem speziellen Schallwandler und einer steuerbaren Trigger-Schnittstelle ausgestattet ist (wie kurz berichtet).

Damit wird die Gefäßpulsation in Armarterien erfaßt und in Echtzeit an einen PC übertragen. Für den Gefäßtest wird mit einer aufpumpbaren Manschette am Oberarm kurzfristig der Blutfluß gestoppt. Denn: Nach einer kurzfristigen Ischämie weitet sich der Durchmesser des Blutgefäßes als Reaktion auf den Sauerstoffmangel. Dieser Effekt wird flußabhängige Dilatation (FAD) genannt.

    Gefäßpulsation in Armarterien wird erfaßt.
   

In einer klinischen Studie hatten Patienten mit Diabetes mellitus und koronarer Herzkrankheit deutlich veränderte FAD-Werte. Dies weise auf beginnende atherosklerotische Prozesse hin, sagte Professor Helmut Ermert von der Universität Bochum beim Forum Medica Vision in Düsseldorf. "Wird simultan auch noch ein EKG aufgezeichnet, läßt sich der Zustand der Gefäße recht genau beurteilen", so Ermert.

Mit dem synchronisierten und digitalisierten Ultraschall können noch zwei weitere Parameter erfaßt werden, die in der Gefäßdiagnostik bisher noch nicht routinemäßig herangezogen wurden. Zum einen ist das der Compliance Koeffizient (CK), der ein Maß für die Dehnbarkeit eines Blutgefäßes ist. Der zweite, recht neue Parameter ist der sonographische Steifigkeitsindex (SSI).

"Der Wert gibt Auskunft über die Geschwindigkeit der arteriellen Pulswelle", sagte Ermert. Bei Patienten mit kranken Gefäßen sei dieser Wert deutlich erhöht und eigne sich womöglich als Prognosemarker. In weiteren Studien soll nun geklärt werden, ob sich an den Ultraschallbefunden auch der Erfolg einer blutdruck- oder lipidsenkenden Therapie ablesen läßt.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

S3-Leitlinie Mammakarzinom

Brustkrebs: So viel Sport ist empfehlenswert

Lesetipps
Zwar liegen die Hepatitiden D und E im Schatten der beiden Typen B und C, doch gerade immunsupprimierte Patienten und Patientinnen sollten darauf sensibilisiert werden.

© nobeastsofierce / stock.adobe.com

Virushepatitis

Hepatitis D und E: Wichtig oder nicht?