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PRÄVENTION UND FRÜHERKENNUNG

Was den Knien nützt, tut auch den Fingern gut

Wer auf sein Gewicht achtet, tut nicht nur Knie- und Hüftgelenken etwas Gutes. Auch Finger- und Handgelenke sind so offenbar weniger Arthrose-gefährdet, legt eine Metaanalyse von Studien nahe.

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Dicke haben oft kaputte Gelenke, bestätigt die Metaanalyse. Danach haben Personen mit einem BMI über 25 eine um 40 Prozent höhere Gonarthroserate als Normalgewichtige. Für das Hüftgelenk sei die Datenlage nicht so eindeutig, sagt Dr. Anna-Friederike Groß von der TU Dresden.

Ein überraschendes Ergebnis der Studie: Fettleibige waren auch vermehrt von Arthrose an Finger- und Handgelenken betroffen. Erhöhte Harnsäure-, Cholesterin- und Leptinwerte stehen im Zusammenhang mit vermehrter Gelenkdestruktion. Auch von Fettzellen produzierte Entzündungsmediatoren wie Interleukin 6 und Tumor-Nekrose-Faktor schädigen die Gelenke.

Eine ermutigende Botschaft der Metaanalyse: Prävention ist möglich. In Interventionsstudien verminderte eine moderate Diät plus Sport die Schmerzen und besserte die Gehfähigkeit. Mit Diät allein sei dies nicht zu schaffen, so Groß. Fünf Kilogramm geringeres Gewicht geht mit niedrigerem Gonarthrose-Risiko einher: bei Frauen ist es um 50, bei Männern um 20 Prozent reduziert.

Empfehlenswert sind Sportarten mit moderater, gleichmäßiger Belastung wie Nordic Walking, bei dem die Stöcke die Kniegelenke entlasten. Körperliche Aktivität verbrennt nicht nur Kalorien, sie bringt auch Nährstoffe in den Gelenkknorpel und Abbauprodukte hinaus, die Aktivität der Chondrozyten wird angeregt.

Charakteristische Zeichen einer frühen Arthrose sind Anlauf- und Belastungsschmerz. Richtungsweisend für die Diagnose sind Alter, berufliche und sportliche Tätigkeit sowie die Familienanamnese. Röntgen sichert die Diagnose: Im Bild sind etwa Zysten und fibrotische Verdichtungen subchondral sichtbar. Eine Labordiagnostik ist nur zur Unterscheidung von entzündlichen Gelenkerkrankungen wie Rheumatoider Arthritis (RA) nötig: BSG und Leukozytenzahl sind bei Arthrose nicht erhöht. Und der Anlaufschmerz bei Arthrose dauert meist nur 30 Minuten, die typische Morgensteifigkeit bei einer RA jedoch über eine Stunde. (hub)

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