Ärzte Zeitung, 01.12.2005

Effektive Therapien haben die Prognose dramatisch gebessert

Symptome und Schäden am Immunsystem sollen lange verhindert werden / Die HIV-Replikation muß stark und andauernd unterdrückt werden

Die Hemmung der Virusreplikation durch antivirale Therapie hat die Prognose HIV-Infizierter dramatisch gebessert. Mehr als 20 Wirkstoffe aus vier Klassen stehen inzwischen dafür zur Verfügung. Morbiditäts- und Sterberaten sind stark gefallen.

So ist der Aids-Erreger HIV aufgebaut
Das HIV-Modell zeigt wichtige Enzyme, deren Hemmung Ansatzmöglichkeiten gegen die Virusvermehrung bietet.

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Jedoch: Ein idealer Zeitpunkt zum Therapiebeginn ist nicht bekannt. Es gibt Argumente für einen frühen Therapiebeginn und solche für einen späten Start der antiviralen Therapie.

Die Therapieziele sind eindeutig: Symptome und erhebliche Schäden am Immunsystem sollen solange wie möglich verhindert werden. Dazu ist es wichtig, die Replikation von HIV stark und dauerhaft zu unterdrücken. Dies verhindert auch weitgehend, daß sich Resistenzen entwickeln.

Nach den aktualisierten deutschen Leitlinien vom Sommer dieses Jahres muß dazu die Virusmenge im peripheren Blut unter die Nachweisgrenze von 20 bis 50 HIV-RNA-Kopien vermindert werden.

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