Allergien

Experte sieht Defizite bei Pollenmessung

Um zu wissen, was Allergiker peinigt, fehlen bisher genauere Infos über den Pollenflug und die eigene Belastung, kritisiert ein Berliner Allergologe. Ein kleines Gerät könnte Abhilfe schaffen.

Veröffentlicht: 14.02.2014, 13:05 Uhr

BERLIN. Der Pneumologe Professor Karl-Christian Bergmann sieht Defizite bei der Pollenmessung für Allergiker. "Wenn man wissen will, welche und wie viele Pollen fliegen, baut man auf Dächern Pollensammler", sagte der Experten vom Berliner Allergie-Centrum-Charité der Nachrichtenagentur dpa. Gemessen werde in Deutschland an rund 45 Orten. "Was in zehn Kilometer Entfernung fliegt, können wir aber nur ahnen."

Einzelne Patienten mit allergischer Rhinitis oder allergischem Asthma könnten nur schwerlich auf Pollendaten zurückgreifen, die in 30 oder 60 Kilometer Entfernung gemessen wurden. "Es ist eine große Fehlerbreite."

Der Mainzer Geoinformatiker Professor Klaus Böhm und der Softwareentwickler Torsten Sehlinger wollen jetzt in diese Lücke stoßen: Sie entwickeln einen persönlichen Pollensammler, der die eigene Allergiebelastung messen soll.

"Jetzt sind wir erst am Anfang einer komplett neuen Diagnoseentwicklung", sagte Böhm. Noch ist das Gerät in der Entwicklung. In diesen Tagen beginnt dazu eine Studie an der Berliner Charité. (dpa)

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