Allergien

Experte sieht Defizite bei Pollenmessung

Um zu wissen, was Allergiker peinigt, fehlen bisher genauere Infos über den Pollenflug und die eigene Belastung, kritisiert ein Berliner Allergologe. Ein kleines Gerät könnte Abhilfe schaffen.

Veröffentlicht:

BERLIN. Der Pneumologe Professor Karl-Christian Bergmann sieht Defizite bei der Pollenmessung für Allergiker. "Wenn man wissen will, welche und wie viele Pollen fliegen, baut man auf Dächern Pollensammler", sagte der Experten vom Berliner Allergie-Centrum-Charité der Nachrichtenagentur dpa. Gemessen werde in Deutschland an rund 45 Orten. "Was in zehn Kilometer Entfernung fliegt, können wir aber nur ahnen."

Einzelne Patienten mit allergischer Rhinitis oder allergischem Asthma könnten nur schwerlich auf Pollendaten zurückgreifen, die in 30 oder 60 Kilometer Entfernung gemessen wurden. "Es ist eine große Fehlerbreite."

Der Mainzer Geoinformatiker Professor Klaus Böhm und der Softwareentwickler Torsten Sehlinger wollen jetzt in diese Lücke stoßen: Sie entwickeln einen persönlichen Pollensammler, der die eigene Allergiebelastung messen soll.

"Jetzt sind wir erst am Anfang einer komplett neuen Diagnoseentwicklung", sagte Böhm. Noch ist das Gerät in der Entwicklung. In diesen Tagen beginnt dazu eine Studie an der Berliner Charité. (dpa)

Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 2: TriMaximize-Studie: Verbesserung der Lebensqualität nach Umstellung auf extrafeine Dreifachfixkombination

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [8]

Mittelgradiges bis schweres Asthma bronchiale

Bessere Kontrolle und Lebensqualität unter inhalativer Triple-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Chiesi GmbH, Hamburg
Wirksamkeit der TTFields-Therapie

© Novocure

Arztinformation – Metastasiertes NSCLC und Mesotheliom

Wirksamkeit der TTFields-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novocure GmbH, München
Neuer CFTR-Modulator bei Mukoviszidose

© Springer Medizin Verlag

Neuer CFTR-Modulator bei Mukoviszidose

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vertex Pharmaceuticals GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

NutriNet-Santé-Studie

Viel Konservierungsstoffe in der Nahrung – erhöhtes Krebsrisiko?

Datenanalyse

Demenzschutz durch Zosterimpfung: Studie liefert erneut Hinweise

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten