Nephrologie

Krankheiten und Therapien im Film

HAMBURG (awa). Die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) beschreitet neue Wege in der Arzt-Patienten-Kommunikation: In mehreren Filmen, die im Internet und auf DVD zu sehen sind, werden Krankheitsbild und Therapie für Nierenpatienten umfassend und verständlich erklärt.

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Patienten stehen bei einem terminalen Nierenversagen vor vielen Entscheidungen, die ihr weiteres Leben stark beeinflussen und lebensentscheidend sein können. Sie müssen unter anderem die Wahl treffen zwischen Zentrums- oder Heimdialyse, Bauchfell- oder Hämodialyse und die Art der Nierentransplantation.

"Die Kontaktzeiten zwischen den Ärzten und den Patienten sind mittlerweile jedoch so knapp bemessen, dass selbst die besten Ärzte Schwierigkeiten haben, die Informationen in der Fülle und notwendigen Tiefe zu kommunizieren", so Professor Reinhard Brunkhorst aus Hannover.

Brunkhorst stellte auf der Jahrestagung der DGfN vor, wie diese Fachgesellschaft neue Wege in der Patienteninformation beschreitet. In einem breit angelegten, von der Industrie unabhängigen Filmprojekt erläutern Experten nephrologische Schwerpunktthemen.

Ergänzt werden die Ausführungen mit Kommentaren von Nierenpatienten. Die Filme können sich die Patienten zu Hause in Ruhe im Internet (www.dgfn.eu, unter der Rubrik "Patienten") anschauen oder sie erhalten eine DVD von ihrem behandelnden Nephrologen.

"Mit diesem Projekt will die DGfN vermeiden, dass die Patienten wild im Internet surfen, sich durch nicht nachprüfbare Informationen ängstigen und so in ihrer Entscheidung beeinflusst werden", betonte Brunkhorst.

Mit einem vorinformierten Patienten, der mit den grundlegenden Sachfragen bereits vertraut ist, könne die Gesprächszeit optimal genutzt werden und es bliebe mehr Zeit, um individuelle Fragestellungen zu erörtern.

Bisher sind vier einstündige Filme im Patienteninformationssystem (P-INFO-S) geplant, die zusammen mit der Firma TAKEPART media and science, Köln, produziert werden.

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