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Mit E-Mail und Telefon purzeln die Pfunde

Wenn Abnehmwillige regelmäßig motiviert werden, specken sie besser ab. Doch auf das Wie kommt es an: Hilfen via Telefon und E-Mail sind laut einer US-Studie erfolgreicher als Sitzungen mit dem Berater.

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Burger ja oder nein? Eine Studie ergab, dass regelmäßige Motivationshilfen via Telefon abnehmwilligen Menschen bei ihrem Vorhaben helfen.

Burger ja oder nein? Eine Studie ergab, dass regelmäßige Motivationshilfen via Telefon abnehmwilligen Menschen bei ihrem Vorhaben helfen.

© olly / fotolia.com

ORLANDO (DE). An einer Studie zur Gewichtsreduktion bei Hausärzten hatten 415 adipöse Patienten (BMI 37, 104 kg) mit mindestens einem zusätzlichen kardiovaskulären Risikofaktor teilgenommen. Die Teilnehmer sollten fünf Kilo abspecken.

Die Daten wurden jetzt beim US-Herzkongress (AHA) vorgestellt und gleichzeitig publiziert (NEJM 2011, online 14. November). Alle Patienten nahmen eine kalorienreduzierte Diät zu sich und bemühten sich um drei Stunden Bewegung pro Woche.

Über Diät, Sport und Gewicht führten sie Tagebuch. Nach dem Zufallsprinzip wurden sie drei Gruppen zugeordnet.

Drei Studiengruppen

Gruppe 1 erhielt darüber hinaus regelmäßig per Telefon und E-Mail Motivationshilfen. Auf einer speziellen Internetseite konnten sie Fortschritte eintragen und erhielten dort Beratung zu Sport, Ernährung und Gewicht. Bei regelmäßigen Arztkontakten wurde der Status erörtert.

Gruppe 2 erhielt das alles auch, plus zusätzlich individuelle und Gruppentreffen mit speziell geschulten Beratern.

In Gruppe 3 (Kontrollgruppe) gab es keine Motivationshilfe, sie musste alleine zurande kommen.

Teilnehmer von Gruppe 1 und 2 speckten mehr ab

Die Patienten von Gruppe 1 und 2 nahmen binnen sechs Monaten im Mittel sechs Kilo ab. Davon wurden fünf Kilo Gewichtsabnahme über zwei Jahre gehalten. In der Kontrollgruppe nahmen die Patienten in dieser Zeit nur 0,8 Kilo ab.

Einen Gewichtsverlust von wenigstens fünf Prozent erzielten 20 Prozent der Kontrollgruppe, aber jeweils 40 Prozent in den Interventionsgruppen.

Einen Gewichtsverlust von über zehn Prozent erreichten zehn Prozent in der Kontrollgruppe und jeweils 20 Prozent in den Interventionsgruppen.

Zu Sitzungen kamen die Patienten selten

Entscheidend für den Erfolg ist, dass die Patienten immer wieder motiviert werden, so die Studienautoren. Motivation über Telefon und Internet war dabei ähnlich wirksam wie die aufwendigere und teurere Betreuung in Sitzungen mit Beratern.

Dafür gab es eine einfache Erklärung: Die Telefon-, Internet- und E-Mail-Angebote wurden gerne angenommen. Zu den Sitzungen kamen die Patienten hingegen eher selten.

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