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Therapie bei COPD wird jetzt leichter

DORTMUND (djb). Der langwirksame Bronchodilatator Tiotropium wird für Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) jetzt in einem neuen Inhaliergerät (Spiriva® Respimat®) angeboten. Es erleichtert Patienten die Inhalation des Wirkstoffs. Experten wie Dr. Thomas Voshaar aus Moers versprechen sich von dem neuen Gerät Fortschritte in der Langzeitbehandlung von COPD-Kranken.

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Der sogenannte Doppelstrahl-Impaktionsinhalator ist ein handbetriebenes, treibgasfreies, mechanisches Inhalationsgerät, erläuterte Voshaar bei der Einführungs-Pressekonferenz in Dortmund. Das Gerät gibt den Wirkstoff in einer langsamen, lang anhaltenden Sprühwolke ab, die den Patienten mehr Zeit zum Inhalieren lässt als Dosieraerosole. Das erleichtert die für die bestmögliche Aufnahme des Wirkstoffs in der Lunge wichtige Koordination zwischen Sprühvorgang und Einatmung, so Voshaar bei der Veranstaltung von Boehringer Ingelheim und Pfizer.

Der flüssige Wirkstoff wird durch die mechanische Kraft einer gespannten Feder durch ein spezielles Fein-Filtersystem und eine Zweistrahldüse, den sogenannten Uniblock, gedrückt, berichtete Dr. Gerhard Scheuch aus Gemünden. Aus dem Uniblock tritt der Wirkstoff über zwei Kanäle so aus, dass sich die beiden Strahlen treffen und einen Sprühnebel erzeugen. Durch die geringe Austrittsgeschwindigkeit der sehr kleinen Wirkstoffpartikel hält der Sprühnebel lange an und lässt Zeit für eine langsame und tiefe Inhalation. Dies gewährleiste eine hohe Lungendeposition. Im Vergleich zu Dosieraerosolen verbleibt weniger Substanz im Mund-Rachen-Raum.

Das langwirksame Anticholinergikum Tiotropium erweitert die Bronchien anhaltend über 24 Stunden. Die Substanz verringert die Atemnot und Lungenüberblähung sowie die Zahl der Exazerbationen und Krankenhauseinweisungen bei COPD-Patienten signifikant, haben klinische Studien ergeben. Und die Patienten werden wieder belastbarer. Empfohlen wird das Medikament in Leitlinien für die Basistherapie bei mittelschwerer bis schwerer COPD, also einer Einsekundenkapazität (FEV1) von unter 80 Prozent des Sollwertes.

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