„ÄrzteTag“-Podcast

Warum Alkohol in der Schwangerschaft noch immer unterschätzt wird

Jedes Jahr wird „zum Tag des alkoholgeschädigten Kindes“ am 9. September von jährlich 10.000 Kindern mit solcher Schädigung berichtet. Warum wir offenbar nicht dazu lernen und wo die Lücken bei Diagnostik und Therapie stecken, erläutert Gisela Michalowski von FASD Deutschland im „ÄrzteTag“-Podcast.

Von Ruth NeyRuth Ney Veröffentlicht: 09.09.2020, 15:15 Uhr
Gisela Michalowski ist Dipl. Sozialpädagogin und seit 2005 Vorsitzende von FASD Deutschland e.V.

Gisela Michalowski ist Dipl. Sozialpädagogin und seit 2005 Vorsitzende von FASD Deutschland e.V.

© Michalowski

Alljährlich am 9. September ist der „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“. Das Datum wurde dafür bewusst gewählt. Es soll auf die 9 Monate hinweisen, die ein ungeborenes Kind beschützt und behütet im Bauch seiner Mutter heranwächst. Mit zu den vermeidbaren Risiken in dieser sensiblen Phase gehört das Trinken von Alkohol.

Denn wenn Schwangere Alkohol trinken, kann das – eigentlich längst bekannt – gravierende Folgen für das Kind haben: Sie reichen von Entwicklungsstörungen und Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu angeborenen Fehlbildungen. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zusammengefasst.

Doch noch immer wird das Risiko unterschätzt, die Folgen werden spät oder gar nicht erkannt, wie Gisela Michalowski vom Verein FASD Deutschland im Gespräch verdeutlicht. Wo liegen die Schwierigkeiten von Diagnostik und Therapie – bei erkrankten Kindern und später Erwachsenen mit FASD? Und wo sollte die Aufklärung ansetzen, um mehr Erfolg zu haben? Hören Sie dazu mehr in dieser Folge unseres „ÄrzteTag“-Podcasts. (Dauer 16:45 Minuten)
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