Künstliche Intelligenz

EU-Ausschüsse: Verordnung muss für KI-gestützte Triage-Systeme greifen!

Die Ausschüsse für Verbraucherschutz und Justiz des EU-Parlamentes haben essenzielle Änderungen an der geplanten EU-Verordnung zur Künstlichen Intelligenz gefordert.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Triage in einem portugiesischen Krankenhaus: Die Corona-Pandemie hat das Selektionsverfahren der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Einige Abgeordnete des EU-Parlaments wünschen, dass KI-gestützte Triagesysteme in der Regulierung künftig der kommenden KI-Verordnung der EU unterliegen sollen.

Triage in einem portugiesischen Krankenhaus: Die Corona-Pandemie hat das Selektionsverfahren der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Einige Abgeordnete des EU-Parlaments wünschen, dass KI-gestützte Triagesysteme in der Regulierung künftig der kommenden KI-Verordnung der EU unterliegen sollen.

© Rita Franca / NurPhoto / picture alliance

Brüssel. Die Mitglieder des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz (IMCO) und des Ausschusses für bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE) des EU-Parlamentes machen sich bei der KI-Verordnung (Artificial Intelligence Act/AIA) für das Leitbild einer menschenzentrierten und vertrauenswürdigen Künstlichen Intelligenz stark.

In der Debatte über eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung harmonisierter Vorschriften für Künstliche Intelligenz forderten dies am Mittwoch Abgeordnete aller Fraktionen ein. Hauptkritikpunkt war die kommissionsseitig avisierte Verwendung von KI-Systemen zur biometrischen Echtzeit-Fernidentifizierung in öffentlich zugänglichen Räumen zu Strafverfolgungszwecken. Hier gelte es einen Riegel vorzuschieben, da Missbrauch drohe.

Bis 18. Mai können die Ausschussmitglieder noch Änderungsanträge einreichen, woraufhin noch zwei weitere Debatten in den Ausschüssen anstehen, bevor der Berichtsentwurf im Oktober in getrennten Sitzungen des IMCO und LIBE zur Abstimmung stehe, bevor im November das Parlamentsplenum votiert.

KI-gestützte Triage-Systeme im Blick

Medizin spielt in dem gemeinsamen Berichtsentwurf keine Rolle – im Gegensatz zu dem bereits vor Wochenfrist parlamentsseitig akklamierten Empfehlungen des Sonderausschusses zu Künstlicher Intelligenz im digitalen Zeitalter (AIDA) unter dem deutschen Berichterstatter und CDU-Abgeordneten Axel Voss.

Ein Änderungsantrag zielt darauf ab, dass „KI-Systeme, die bestimmungsgemäß zur Bewertung und Klassifizierung von Notrufen von natürlichen Personen, für die Entsendung oder Priorisierung des Einsatzes von Not- und Rettungsdiensten, einschließlich Polizei und Strafverfolgungsbehörden, Feuerwehr und medizinischer Nothilfe, sowie für Systeme für die Triage von Patienten bei der Notfallversorgung verwendet werden sollen“, der KI-Verordnung unterliegen sollten.

Lesen sie auch
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz

KI-Tools können die Rolle von Biomarkern einnehmen

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe

Hoffnung durch KI & Co?

Drei neue Strategien gegen Pankreaskrebs

Kooperation | In Kooperation mit: Deutscher Krebsgesellschaft und Stiftung Deutsche Krebshilfe
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Ein Medikament unter vielen, das wenigen hilft? 2400 Wirkstoff-Kandidaten in der EU haben den Orphan-Drug-Status.

© artisteer / Getty Images / iStock

Wirkstoff-Kandidaten mit Orphan-Drug-Status

Orphan Drugs – Risiken für ein Modell

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband forschender Pharma-Unternehmen (vfa)
Ein junges Mädchen wird geimpft – gegen HPV? (Symbolbild mit Fotomodellen)

© milanmarkovic78 / stock.adobe.com

Vision Zero Onkologie

Die Elimination des Zervixkarzinoms

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Vision Zero e.V.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Interview mit Johanna Ludwig von der gematik

Digitale Prozesse in der Arztpraxis neu denken

Differenzialdiagnosen im Blick

Hängendes Augenlid – Schauen Sie auch auf die Pupillen!

Lesetipps
Ein älterer Mann muss stark husten und hält eine Hand auf seine Brust.

© Getty Images

Infektionsmanagement

Keuchhusten: Was bei der Behandlung Erwachsener wichtig ist