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Kommentar – DMEA

Noch zu viel gegeneinander

Philipp Grätzel von GrätzVon Philipp Grätzel von Grätz Veröffentlicht:

In diesen Tagen findet in Berlin die DMEA statt, Deutschlands größtes Gesundheits-IT-Event. Dort trifft sich, wem die Digitalisierung des Gesundheitswesens am Herzen liegt. Jens Spahn, der die DMEA eröffnet hat, wird so viel Aufbruch gefallen. Nicht gefallen sollte ihm, was in den Tiefen des deutschen Gesundheitswesens passiert.

Dort wird noch gemauert, was das Zeug hält. Beispiel Plattformen: Die AOK baut ein Gesundheitsnetz für arztgeführte Kommunikation, etwa in Ärztenetzen. Die KV Bayerns baut eine Gesundheitsplattform für arztgeführte Kommunikation, etwa in Ärztenetzen. Klingt ähnlich? Statt sich zusammen zu tun, wird polemisiert, was das Zeug hält.

Beispiel Telemedizin: Ein Jahr nach dem Ärztetagsbeschluss zur Fernbehandlung gibt es kein Konzept dafür in Deutschland. Lieber lässt man Patienten Monate auf Arzttermine warten und wettert gegen private Klinikketten, die Telemedizin-Anbieter kaufen. Was es gibt, ist ein Positionspapier der KBV, in dem der Privatwirtschaft der Kampf angesagt wird.

Wem das alles in die Hände spielt, ist klar. Das deutsche Gesundheitswesen könnte bei der Digitalisierung eigene Akzente setzen, weil es groß genug ist. Das geht aber nur gemeinsam. Eine AOK, eine KV Bayerns oder ein Hausärzteverband sind dafür definitiv nicht groß genug.

Lesen Sie dazu auch: E-Akte: Spahn wünscht Kreativ-„Feuerwerk“

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