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Schwere Herzinfarkte treten öfter in den Morgenstunden auf

Morgenstund hat nicht immer Gold im Mund. Nicht nur, dass in dieser Phase die meisten Herzattacken auftreten. Auch schwere Myokardinfarkte ereignen sich häufiger in den Morgenstunden.

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Nach dem Aufwachen ist das Herzinfarktrisiko in den Morgenstunden im Vergleich zu anderen Tageszeiten deutlich höher.

Nach dem Aufwachen ist das Herzinfarktrisiko in den Morgenstunden im Vergleich zu anderen Tageszeiten deutlich höher.

© Dmitry Melnikov / Shutterstock

MADRID (ob). Viele biologische Funktionen des Menschen sind durch rhythmische Verläufe gekennzeichnet. Auch kardiovaskuläre Erkrankungen und ihre klinischen Auswirkungen unterliegen einem zirkadianen Rhythmus. So treten Angina pectoris, Myokardinfarkte und Arrhythmien am häufigsten frühmorgens nach dem Aufwachen auf.

Der Schweregrad von Myokardinfarkten scheint ebenfalls in Abhängigkeit von der Tageszeit zu variieren. Gemessen am enzymatisch verifizierten Untergang von Myokardgewebe kommt es in den Morgenstunden auch zu einer Häufung von besonders schweren Herzinfarkten.

Dafür sprechen aktuell publizierte Ergebnisse einer Studie der spanischen Forschergruppe um Dr. Borja Ibanez aus Madrid (Heart 2011, online).

Sie hat in einer retrospektiven Analyse die Daten von 811 Patienten ausgewertet, die zwischen 2003 und 2009 mit ST-Hebungsmyokardinfarkt (STEMI) in eine Madrider Klinik aufgenommen worden waren.

Bei allen Patienten war anhand von kardialen Enzymen (Creatinkinase, Troponin I) indirekt die Infarktgröße bestimmt worden. Die Forscher haben jetzt die in vier jeweils sechstündigen Tageszeit-Perioden ermittelte durchschnittliche Infarktgröße verglichen.

In der die Morgenstunden einschließenden Periode 2 (6.00 Uhr bis 12.00 Uhr) ereigneten sich nicht nur die meisten Herzinfarkte (33 Prozent).

In den anderen drei Zeitperioden war der Anteil der aufgetretenen Herzinfarkte mit 29 Prozent (12.00 bis 18.00 Uhr), 20 Prozent (18.00 bis 24.00 Uhr) und 17 Prozent (Mitternacht bis 6.00 Uhr) jeweils niedriger.

Auch mit Blick auf die Infarktgröße erwies sich die Periode 2 als die gefährlichste Phase: In den Morgen- und Vormittagsstunden lagen die Werte für die CK-Spitzenkonzentration im Schnitt um 18,3 Prozent und für die Troponin-I-Konzentration um 24,6 Prozent über denen in den drei anderen Zeitabschnitten.

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