Schwere Psoriasis verkürzt die Lebenserwartung

PHILADELPHIA (ku). Patienten mit schwerer Psoriasis haben eine verkürzte Lebenserwartung: Sie sterben drei bis vier Jahre früher als Menschen ohne die Erkrankung.

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Das hat eine Kohortenstudie aus England ergeben. Psoriasis selbst ist allerdings selten die Ursache dafür, dass ein Psoriasis-Patient stirbt. Es finden sich bei Menschen mit Psoriasis aber oft andere Krankheiten oder Risikofaktoren wie Übergewicht, kardiovaskuläre Erkrankungen, maligne Tumore sowie Rauchen und Alkoholkonsum.

Wirkt Psoriasis aufs Gefäßendothel?

Die Sterberate betrug bei Patienten mit leichter Psoriasis 12 pro 1000 Patientenjahre - so hoch wie bei den Kontrollpersonen ohne Psoriasis. Von den Patienten mit schwerer Psoriasis starben innerhalb von 25 Jahren etwa 14 000 - das entspricht einer Rate von 21 pro 1000 Patientenjahre. Die Rate war also 1,5-fach erhöht.

Wurden Risikofaktoren und Krankheiten, die zum Tod führen können, berücksichtigt, war die Rate immer noch 1,4-fach erhöht - bei Männern wie Frauen. Männer mit schwerer Psoriasis starben im Mittel 3,5 Jahre, Frauen 4,5 Jahre früher als Menschen ohne Psoriasis (Arch Dermatol 143, 2007, 1493). Die genauen Ursachen sind noch unklar. Diskutiert wird etwa eine Wirkung der systemischen Entzündung bei Psoriasis auf das Gefäßendothel.

Für ihre Studie werteten die Forscher Daten aus Hausarztpraxen der Jahre 1987 bis 2002 aus. Etwa 134 000 Patienten waren wegen der Psoriasis noch nie systemisch behandelt worden, ihre Krankheit wurde als leichte Psoriasis gewertet. Fast 4000 Patienten erhielten schon einmal eine systemische Therapie wegen schwerer Psoriasis. Weitere Erkrankungen und Risikofaktoren wurden erfasst. Auf jeden Psoriasispatienten kamen fünf Kontrollpatienten ohne Psoriasis.

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