Direkt zum Inhaltsbereich

„ÄrzteTag“-Podcast

Wie funktioniert Gesundheitsversorgung im Kollektiv, Frau Dr. Hänel?

Das Geko in Berlin gilt als Prototyp für ein Primärversorgungszentrum. Geko-Koordinatorin und Ärztin Dr. Patricia Hänel beschreibt im „ÄrzteTag“-Podcast, inwiefern Gesundheitsversorgung viel mehr ist als ärztliche Diagnose und Therapie und wie sich Ärztinnen und Ärzte im Kollektiv einbringen.

Hauke GerlofVon Hauke Gerlof Veröffentlicht:

An dieser Stelle finden Sie Inhalte aus Podigee Um mit Inhalten aus Podigee und anderen sozialen Netzwerken zu interagieren oder diese darzustellen, brauchen wir Ihre Zustimmung. Ich bin damit einverstanden, dass mir Inhalte aus Sozialen Netzwerken und von anderen Anbietern angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät notwendig. Weitere Information dazu finden Sie hier.

Was bringt es, wenn Ärztinnen und Ärzte Menschen mit Asthma behandeln, Symptome kurieren – und sie dann wieder in ihr krankmachendes Leben zurückschicken, etwa in eine Wohnung mit einem gravierenden Schimmelproblem? Am Ende nicht viel, stellt Dr. Patricia Hänel fest. Die Koordinatorin im Verein Gesundheitskollektiv Berlin e. V. beschreibt im „ÄrzteTag“-Podcast den stärker auf Public-Health-Standards ausgelegten Ansatz des Geko-Stadtteilgesundheitszentrums im Rollberg-Kiez in Berlin-Neukölln.

Die Einrichtung, gegründet als eines der ersten von der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Port-Zentren, gilt als Prototyp für die vom Bundesgesundheitsministerium geplanten Primärversorgungszentren, die es nun doch nicht in den Kabinettsentwurf des Gesundheitversorgungsstärkungsgesetzes (GVSG) geschafft haben. Im Gespräch erläutert Hänel das Konzept des Zentrums und wie die dort arbeitenden Ärztinnen und Ärzte, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, Pflegerinnen und Pfleger, Sportbetreuer, Sozialarbeiter und die Mitarbeitenden im Café gemeinsam daran arbeiten, die Lebensumstände der Menschen im Stadtteil zu verbessern.

Lesen sie auch

Dabei seien alle Beteiligten „auf Augenhöhe“, so die Ärztin, etwa wenn in den Fallkonferenzen über die betreuten Menschen gesprochen wird. Jede Berufsgruppe habe eine eigene Perspektive auf die Probleme der Menschen. Das sei aber kein Hemmnis, sondern eine Bereicherung. Jeder komme so „raus aus seinen Blasen“, und alle lernten den Gesprächen immer weiter dazu, auch wenn es manchmal nicht ganz einfach sei, auf einen Nenner zu kommen. Das Geko ist mittlerweile mehrfach preisgekrönt und hat auch im vergangenen Jahr den von Springer Medizin ausgelobten CharityAward gewonnen.

Im August beginnt zudem ein Innovationsfonds-Projekt mit dem Geko, in dem untersucht werden soll, inwieweit der multidisziplinäre Ansatz im Zentrum tatsächlich zu einer verbesserten Versorgung im Stadtteil führt – und ob sich das Modell des Geko in die Regelversorgung übertragen lassen könnte.

Im Gespräch erläutert Hänel, wie das Zentrum sich aus ganz unterschiedlichen Quellen finanziert und welcher bürokratische Aufwand entsteht, die verschiedenen Fördertöpfe zu finden. Sie beschreibt, wie die Ärztinnen und Ärzte in den eigenständig arbeitenden Praxen an das Zentrum angegliedert sind. Nicht zuletzt erklärt sie, warum sie selbst den ursprünglichen Entwurf aus dem BMG zu den Primärversorgungszentren immer noch für zu kurz gesprungen hält, auch wenn manche gute Ideen darin angelegt gewesen seien.

Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Logo Digiteneers - Vertidisan

© Digitineers

Digitineers

Bei Schwindel – Vertidisan®: Die Therapie-App

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Logo Cardisio

© Doctolib

Doctolib

Mehr Service: KI-Assistenz rund um die Privatbehandlung

Kooperation | In Kooperation mit: Tag der Privatmedizin
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Eine schwangere Frau hält sich die rechte Bauchseite und telefoniert.

© T Mdlungu/peopleimages.com / Stock.adobe.com

Kasuistik

Schwangere mit akutem Abdomen: Der Blinddarm war es diesmal nicht

Bluttest

© NiDerLander / stock.adobe.com

Demenz erkennen

Neuer Ansatz für eine Alzheimer-Diagnostik mittels Bluttests