Ärzte Zeitung, 02.03.2007

DAS SAGT NOVARTIS

Verfahrens-Regeln missachtet

Der IQWiG-Vorbericht missachte Verfahrens-Regeln des neuen GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetzes, schreibt Novartis.

Der Gesetzgeber habe im GKV-WSG, das zum 1. April in Kraft treten wird, neue Regeln für die Bewertung durch das IQWiG festgelegt. Das neue Gesetz solle auch für laufende Verfahren gelten. Festgelegt sei darin, dass das Institut bei seinen Bewertungsverfahren internationale Standards berücksichtigen muss.

Außerdem sehe das Gesetz vor, dass Betroffene - Patienten und Industrie - in allen Verfahrensabschnitten beteiligt werden, so das Unternehmen. Diese Regeln seien beim Vorbericht bislang nicht berücksichtigt worden. Außerdem stehe der Vorbericht im Widerspruch zu Leitlinien und Patienten-Bedürfnissen.

Die vorläufige Schlussfolgerung des IQWiG: Für Diuretika sei der Nutzen in der Hypertonie-Therapie am besten belegt. Gleichzeitig stelle das IQWiG aber auch fest, dass unter Diuretika die Rate der Diabetes-Manifestationen am höchsten war. Die Sartane hatten im Vergleich zu anderen Antihypertensiva die geringste Rate. (eb)

Lesen Sie dazu auch den Gastbeitrag:
"Der IQWiG-Bericht ist ein Signal in die falsche Richtung und ein Rückschritt in die Zweiklassen-Medizin"

Lesen Sie dazu auch:
Das sagt das Institut IQWiG: Für Diuretika ist der Nutzen am besten belegt
Das sagen Kritiker des IQWiG-Vorberichts: Wichtige Kriterien für Erfolg bei der Therapie sind unbeachtet

Das sagen Pharma-Unternehmen:
Blutdrucksenkung nicht bewertet - die Stellungnahme von AstraZeneca
Vorbericht ist unzureichend - die Stellungnahme von Boehringer Ingelheim
Keine Hilfe für die Therapie - die Stellungnahme von Takeda Pharma

Was Sie über das IQWiG wissen sollten:
Nach welchen Methoden das IQWiG Berichte erstellt
Die Zusammenarbeit GBA-IQWiG gilt als intransparent
Vorbericht: Keine juristischen Folgen

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