„Entlastung“ ist schnell proklamiert. Die Versorgungspauschale muss sich an der praktischen Umsetzbarkeit im Alltag hausärztlicher Praxen bewähren, schreibt Allgemeinmediziner Professor Sebastian Voß in der Ärzte Zeitung.
Anders als eine Länder-Minderheit schlägt der Gesundheitsausschuss des Bundesrats vor, einen Haken an die Krankenhausreform zu machen. Den bleibenden Unmut über das KHAG bündeln die Länder in einer Entschließung.
Mehr Bürokratie als Entlastung? Die Reaktion des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands auf den Beschluss der Versorgungspauschale fällt vernichtend aus.
KBV und GKV-Spitzenverband haben sich auf EBM-Positionen zur hausärztlichen Chronikerversorgung ohne größeren Kontaktbedarf verständigt. Das sind die Abrechnungsziffern im Überblick.
Das lange Warten auf die Zulassung ist für ausländische Mediziner ein Dauerproblem in Hessen. Das zuständige Landesamt für Gesundheit und Pflege verspricht erneut, die Verfahren beschleunigen.
Erstmals steht jetzt ein Biosimilar des nur einmal monatlich zu applizierenden, humanen, monoklonalen Anti-Tumornekrosefaktor-α-Antikörpers Golimumab zur Verfügung. Wirksamkeit und Sicherheit wurden in der Referenzindikation rheumatoide Arthritis demonstriert.
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Regresse sind in Berlin kein Thema. Positiv ebenfalls: Die kleinteiligere Bedarfsplanung wirkt. Das Negative daran: Die KV kann deshalb keine Förderungen mehr an Praxen ausreichen. Ein wichtiges Kriterium wird deshalb geändert.
Gegen die Kürzung der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen startet Johanna Jung sofort eine Petition. Innerhalb von 17 Stunden schon über 25.000 Menschen unterschrieben.
Bisher ist die elektronische Patientenakte nur wenig bei den Patienten angekommen. In Rheinland-Pfalz läuft ein Projekt, das dies ändern soll. Ausgebildete ePA-Coaches unterstützen Senioren bei der Einrichtung ihrer ePA.
Die KV Hamburg warnt vor den Folgen, sollte die Politik die Honorare der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte kürzen: Weniger Termine, weniger Leistungen und weniger Anreize, den Beruf zu ergreifen.
Die neueste Arztzahlstatistik der Kassenärztlichen Bundesvereinigung für 2025 bestätigt den seit langem existierenden Trend: mehr Medizinerinnen und Psychotherapeutinnen, mehr Angestellte, mehr Teil- und weniger Arztzeit.
Um 4,5 Prozent wird die Vergütung psychotherapeutischer Leistungen ab 1. April gesenkt. Die Empörung über den Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses ist groß. Klagen gegen die Entscheidung werden angekündigt.
Wird nach einem Arbeitsunfall eine schmerzmedizinische Versorgung erforderlich, läuft das Honorar auch über die gesetzliche Unfallversicherung. Für den Schmerzbericht gibt es in der UV-GOÄ ein (jetzt angepasstes) Zusatzhonorar.
Der Landesapothekerverband Niedersachsen und die Krankenkassen haben erstmals einen gemeinsamen Vertrag zum Sprechstundenbedarf geschlossen. Ab Juli 2026 gelten Vorrangregelungen bei Fertigarzneimitteln.
Im Gesundheitsausschuss des Bundesrats hat Mecklenburg-Vorpommern eine Initiative gestartet, in Sachen Krankenhausreform den Vermittlungsausschuss des Bundestags anzurufen. Bisher ohne Erfolg.
Die Präsidentin des Berufsverbandes Deutscher Internistinnen und Internisten (BDI) warnt davor, dass das „Hamsterrad“ in Krankenhäusern trotz Vorhaltevergütung nicht zum Stillstand kommt – und hält eine Reform der „Reform der Reform“ für notwendig.
Facharzttermine sind wie Goldstaub: Einst sollte das Terminservicegesetz den Streit um Wartezeiten für Patienten besänftigen. Jetzt fordern Bundesrechnungshof und Kassen, die TSVG-Vergütungen zu streichen. Nina Warken muss sich entscheiden.
Das Bundeskabinett will für Medizinregister einen einheitlichen Rechtsrahmen schaffen. Deren Potenzial für versorgungsnahe Forschung gilt als hoch. Hochschulen mahnen Unterstützung für Registerbetreiber an.
Lautes Krachen im Treppenhaus, dann ist plötzlich die Treppe weg: 36 Menschen können ein Ärztehaus im nordrhein-westfälischen Witten nur noch per Feuerwehr-Drehleiter verlassen.
Aktionstag gegen Gewalt im Gesundheitswesen am 12. März
Bei der Landesärztekammer in Brandenburg gehen Meldungen über Drohungen und Übergriffe ein. Die Ärztekammer spricht von einer besorgniserregenden Entwicklung.
Im vergangenen Jahr haben 985 Menschen Organe gespendet - eine Steigerung um 3,4 Prozent. Die Zahl der Patienten, die auf ein Spenderorgan warten, liegt jedoch um ein Vielfaches höher.
Viele Anleger träumen davon, den perfekten Moment an der Börse zu erwischen. Doch die Finanzmärkte folgen keinem festen Muster. Entscheidend ist nicht das perfekte Timing, sondern eine Strategie.
Der Anteil der Menschen in Deutschland mit besonders vielen Arztbesuchen pro Jahr steigt seit zehn Jahren kontinuierlich. 2024 ging jeder KKH-Versicherte durchschnittlich neun Mal zum Arzt,
Die Zahl jüngerer Menschen mit Darmkrebs steigt. Die Altersgrenze der kostenlosen Vorsorge herabzusetzen, wäre die eine Idee. Weitere Optionen wurden bei einer Veranstaltung der Stiftung Lebensblicke diskutiert.
Frauenärztin Dr. Annika Schauer klärt bei Instagram auf – fundiert und mit Unterhaltungswert. Nebenher jobbt sie noch als Wies‘n-Kellnerin. Ein Porträt.
Ende März stellt Nina Warkens FinanzKommission ihre Ergebnisse vor. Im Vorfeld wird die Debatte um die Entwicklung der Kassenfinanzen nervöser. Jetzt haben die Ersatzkassen Sparvorschläge zur Diskussion gestellt.
Für Gesundheitsministerin Nina Warken sind die positiven Finanzdaten der Gesetzlichen Krankenversicherung für 2025 nur eine Wasserstandsmeldung. „Alle Akteure“ müssten einen Reformbeitrag leisten.
Ein kausaler Zusammenhang der Wechselwirkung zwischen Simvastatin und Palbociclib und Ribociclib scheint plausibel. Der Pharmakovigilanzausschuss der EMA ordnet daher eine Änderung der Produktinformationen an.
Das Sozialgericht Marburg hat entschieden, dass bei einem Substitutionsarzt ein schwerwiegender Grund vorliegt, nicht am Bereitschaftsdienst teilzunehmen.
Primärversorgung brauche einen einfachen Zugang, daher habe ein solches System auch Vorteile sogenannter Heimtests zu nutzen, wirbt die Betriebskrankenkasse SBK. Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband hält das für keine gute Idee.
In Erinnerung an den langjährigen Verbandsvorsitzenden Dr. Berthold Dietsche vergibt der Hausärzteverband Baden-Württemberg jährlich ein Stipendium an junge Kolleginnen oder Kollegen.
Fruktose findet sich so gut wie immer in hochverarbeiteten Lebensmitteln und Getränken, oft sehr gut getarnt. Wie die Nieren darunter leiden, erläutert die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie.
Zuerst zum Hausarzt gehen und dann – sofern nötig – zum Facharzt: Klingt simpel und logisch, ist in der Umsetzung aber nicht trivial: Krankenkassen und Ärzteverbände bejahen das Modell grundsätzlich, setzen die Akzente aber anders. Pflegeverbände betonen: Keine Primärversorgung ohne uns! Wir diskutierten, wie ein Primärversorgungssystem funktionieren sollte.
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Deutschland gibt viel Geld für Gesundheit aus, trotzdem liegt die Lebenserwartung nur im Mittelfeld. Welche Rolle Prävention spielen sollte und wo Hausärzte mehr Unterstützung bräuchten, erläutert Epidemiologe Hajo Zeeb.
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In Berlin diskutierten Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Selbstverwaltung auf Einladung der AOK Strategien gegen die hohe Krankheitslast durch nichtübertragbare Erkrankungen. Ein Thema: die Zuckersteuer.
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In Kooperation mit: AOK-Bundesverband
Beim Hausärztetag in Stuttgart bekennen sich alle demokratischen Parteien zur Hausarztzentrierten Versorgung, die der Verband als bundesweit tragfähiges Modell ansieht. Doch nach der Landtagswahl ist die Unterstützung geschwächt.
Landgericht und Oberlandesgericht hatten die Klage einer Frau gegen AstraZeneca wegen eines möglichen Impfschadens durch deren Corona-Vakzine abgewiesen. Der Bundesgerichtshof sieht dies anders.
Die S3-Leitlinie Demenzen wurde zum zweiten Mal aktualisiert. Sie enthält nun Empfehlungen zu den beiden Amyloid-Antikörpern Lecanemab und Donanemab. Auch zur transkraniellen Ultraschallpulsstimulation gibt es ein Update.
Ob Reha oder Vorsorgeleistung der Krankenkasse: Damit der Antrag durchgeht, muss nicht nur die Diagnose stimmen. Worauf Ärztinnen und Ärzte achten sollten – auch in Sachen mobile Reha, erläutert AOK-Expertin Jessica Borrmann im Interview mit der Ärzte Zeitung.
Unter Hausärzten ist Moritz Eckert aus Herzberg am Harz digitaler Vorreiter. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert er, was Kollegen tun können, um möglichst wenig Ärger mit ePA und Praxisverwaltungssystemen zu haben.
Hormone spielen für die körperliche Leistungsfähigkeit eine zentrale Rolle. Ein Zuviel kann ebenso schädlich sein wie ein Zuwenig. Wann wird es gefährlich, wurde bei der Vorab-Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie besprochen.
Krebserkrankungen bei Menschen mit Behinderung stellen besondere Herausforderungen an Ärztinnen und Ärzte. Nicht immer ist das Gesundheitswesen derzeit darauf gut eingestellt.
Effektiv hatten Unternehmen nur zwei Monate Zeit, sich als NIS-2-relevant auf dem eigens dazu eingerichteten BSI-Portal einzutragen. Für viele war das offenkundig doch zu kurzfristig.
Kohle vom Kreis und dafür spätere Niederlassung in der Kommune: Nicht nur Land und KV bieten in Thüringen finanzielle Anreize um den Ärztemangel im Freistaat zu beheben.
Die Leistung eines Portfolios sollte nicht nach Gefühl, sondern anhand einer Messlatte beurteilt werden. In der 57. Folge des Geldtipp-Podcasts beschreiben Pferdchen und Fuchs, wie eine gute Benchmark konstruiert sein sollte.
Fast zeitgleich sind zwei Reviews zur Bewertung der RSV-Impfung bei Erwachsenen erschienen. Die Ergebnisse zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung weisen in dieselbe Richtung. Eine weitere Erkenntnis lässt aufhorchen.
Spätestens wenn eine Palliativphase eintritt, sollten mit den Patienten Vollmachten, Betreuung und Wünsche für ein mögliches Ende der Therapie geklärt werden. Wie Praxen bei Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht unterstützen können. Und was in Sachen Honorar gilt.
ADHS ist keine rein pädiatrische Diagnose. Die Erkrankung persistiert häufig bis ins Erwachsenenalter und kann die Alltagsfunktion erheblich beeinträchtigen. Ein Überblick über Diagnostik und Therapiemöglichkeiten.
Stillen gilt als gesundheitsfördernd für Mutter und Kind, doch evidenzbasierte Empfehlungen fehlten bislang in Deutschland. Jetzt ist erstmals eine S3-Leitlinie zur Stilldauer erschienen.
Bei der Hotline Impfen werden Ihre Impf-Fragen aus der Praxis evidenzbasiert und fachkundig beantwortet. Diesmal geht es um die Frage, ob die Impfung gegen Gürtelrose bei einer Brustkrebspatientin empfohlen und sicher ist.
Ergebnisse einer Studie aus China legen nahe: Ein an Menstruationsblut durchgeführter HPV-Test schneidet in puncto Dysplasie-Detektion ähnlich gut ab wie eine übliche Abstrichuntersuchung. An weiterer Diagnostik mittels Periodenblut wird gearbeitet. Ein Überblick.
Wer in jungen Jahren gegen HPV geimpft wurde, hat einer schwedischen Studie zufolge wohl über Jahre hinweg einen guten Schutz. Die Daten geben auch Auskunft über die Inzidenz von Zervixkarzinomen in den verschiedenen Altersgruppen.
Plötzlicher Haarausfall ist für Betroffene sehr belastend. Wie bei Diagnostik und Therapie der Alopecia areata vorzugehen ist, wird ausführlich in der neuen Leitlinie erklärt.
Ältere Menschen sind oft multimorbide und werden polypharmazeutisch behandelt. Neben- und Wechselwirkungen sind damit vorprogrammiert: Dem muss durch evidenzbasiertes Deprescribing begegnet werden.
Die Kombination Talazoparib plus Enzalutamid ist eine synergistisch wirkende Therapieoption beim mCRPC, mit der in der Studie TALAPRO-2 unabhängig vom HRR-Mutationsstatus und vs. Placebo plus Enzalutamid das mOS verlängert wurde. Wie ist die Kombination beim mCRPC ohne Mutationen sinnvoll einzusetzen?
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Wearables zur Anfallsdetektion, KI zur Prognose bei Schlaganfall und eine adaptive tiefe Hirnstimulation: Auf dem Kongress für Klinische Neurowissenschaften in Augsburg wurden neue Verfahren vorgestellt.
„Hilfe zur Selbsthilfe“ gelingt laut einer US-Studie offenbar auch bei Rückenschmerz, nämlich bei ganzheitlicher Anleitung durch Fachleute. Nützt eine ergänzende Wirbelsäulen-Manipulationen? Und wird diese in Deutschland erstattet?
Die meisten Krebspatienten haben in der letzten Lebenswoche Schmerzen, wobei die Belastung bei bestimmten Krebsarten besonders hoch ist. Das zeigt eine große Registerdatenanalyse. Wurden Schmerzen strukturiert erfasst, ließ sich das ändern.
Die Auswertung einer Nebenwirkungsdatenbank der WHO zeigt: Viele Medikamente, die in ärztlichen Praxen zum Standardrepertoire gehören, können offenbar Juckreiz auslösen.
Die MASAI-Studie beschäftigt sich seit Längerem mit den Folgen des Einsatzes künstlicher Intelligenz beim Lesen von Screeningmammogrammen. Nun liegt eine neue Auswertung vor. Darin geht es um Intervallkarzinome.
Eine Treat-to-Target-Strategie bei der Harnsäuresenkung schützt Gichtkranke wahrscheinlich nicht nur vor Gichtanfällen: Patientendaten aus England zufolge kommt es auch zu einem Rückgang schwerer kardiovaskulärer Ereignisse. Ein Kollege ordnet die Ergebnisse für die Praxis ein.
Oft beginnt der Konsum von Cannabis bereits im Jugendalter – mit fatalen Folgen für das sich entwickelnde Gehirn. Die neue S3-Leitlinie legt einen Schwerpunkt auf diese Patientengruppe.
Nicht erst seit Trumps irrlichternder Warnung vor Paracetamol in der Schwangerschaft steht das Schmerzmittel in Verdacht, das Risiko für bestimmte Erkrankungen zu erhöhen. Ein neuseeländisches Forschungsteam hat einen Vergleich mit Ibuprofen gezogen.
Die S1-Leitlinie Tinea capitis hat kürzlich ein Update erfahren. Was für die Praxis wichtig ist, erläutert Leitlinienkoordinator Peter Mayser im Gespräch mit der Ärzte Zeitung.
Kinder und Jugendliche wollen stärker in Therapie-Entscheidungen eingebunden werden. Doch wie kommuniziert man als Arzt oder Ärztin mit den jungen Patienten am besten? Ein Kollege schildert, wie er vorgeht.
Kinder und Jugendliche möchten beim Arztbesuch ernst genommen und gehört werden. Werden die jungen Patienten eingebunden, fördert das das Vertrauen, was wiederum für weitere Aspekte der Behandlung wichtig ist.
Eine Therapie mit Fremanezumab kann bei rund der Hälfte der Kinder und Jugendlichen die Zahl der monatlichen Migränetage um mindestens 50 Prozent senken. Das geht aus einer placebokontrollierten Studie hervor.
Patienten mit Schilddrüsenunterfunktion sollen L-Thyroxin morgens nüchtern einnehmen. Durch eine Anpassung der Dosis ist die Einnahme auch zum Essen möglich, berichtet ein niederländisches Forschungsteam.
Ein wahnhafter Parasitenbefall ist eine schwerwiegende dermatopsychiatrische Störung. Eine schwedische Analyse belegt: 42 Prozent der Betroffenen hatten psychiatrische Komorbiditäten, 10 Prozent entwickelten später eine Demenz.