Spinale Muskelatrophie, sekundär progrediente MS und familiäres Chylomikronämie-Syndrom lauten die Indikationen der drei Pharma-Innovationen, die von der EU-Agentur EMA aktuell zur Marktfreigabe empfohlen werden.
Eine Krankenkasse soll zu Unrecht erhebliche Zahlungen erhalten haben, indem Daten von Patienten geändert wurden. Nach jahrelangen Ermittlungen fiel nun ein Urteil gegen einen KV-Vorstand.
Der Bundestag bringt eine steuerfreie Entlastungsprämie von bis zu 1000 Euro durch Unternehmen auf den Weg. Profitieren Klinikbeschäftigte oder Praxis-MFA davon? Die Krankenhausgesellschaft senkt schon mal den Daumen – und nennt einen Grund.
Wer die neuen EBM-Leistungen im Rahmen des Lungenkrebs-Screenings für starke Raucher erbringen will, braucht dafür eine spezielle Fortbildung. Warum das für Hausärztinnen und Hausärzte keine allzu große Hürde ist.
Krankenkassen und Verbände im Bezirk Nordrhein hatten die Rezeptprüfstelle Duderstadt beauftragt. Das ist zulässig, entschied nun das Landessozialgericht – und auf andere Bezirke übertragbar.
Wer Krankengeld ohne Unterbrechung erhalten will, muss sich in der Regel selbst rechtzeitig um eine Folgebescheinigung kümmern. Das zeigt ein aktuelles Urteil. Aber das Gericht nennt eine Ausnahme.
Das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Vereinigung startet in diesen Tagen seine jährliche Erhebung zur wirtschaftlichen Situation der Arztpraxen. Schwerpunkt ist die Krisen- und Katastrophenresilienz.
Trotz Frust über die Telematikinfrastruktur ist die Digitalisierung für viele Hausärztinnen und Hausärzte ein echter Gewinn. Wie digitale Tools die Abläufe in ihrer Praxis verbessern, berichtet Hausärztin Dr. Yvonne Heldmann.
Vor zwei Jahren wurde das Formular 21 zum Kinderkrankenschein angepasst – und sorgt seitdem für Unsicherheiten bei Ärztinnen und Ärzten. Die KBV reagiert nun mit einer Klarstellung.
Long-COVID und ME/CFS stellen Ärztinnen und Ärzte vor Rätsel. Für eine bessere Versorgung der Patienten setzten Forscher auf Wearables, KI und Cluster. Einige Ansätze wurde bei der Digital-Health-Messe DMEA vorgestellt.
Dass die Kassenseite Digitale Gesundheitsanwendungen eher kritisch beäugt, ist nicht neu. Nun könnten aber tatsächlich Regressanträge auf Praxen zukommen, warnt die KV Westfalen-Lippe.
Das Landessozialgericht Essen ist bundesweit erstinstanzlich für Klagen der Kassen zuständig, die die Beitragszuweisungen des Bundes für Bürgergeldempfänger als zu gering erachten. Bislang sind 80 solcher Klagen eingegangen.
Klare Ansagen: Die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte wollen sich nicht vor den Karren einer „gescheiterten Reformpolitik“ spannen lassen. Und der Grünen-Politiker und Arzt Janosch Dahmen warnt vor einem perfekten Sturm.
Das Bayerische Verfassungsgericht weist die Popularklagen gegen eine Pflichtmitgliedschaft verrenteter Ärzte in der Bayerischen Landesärztekammer zurück. Vom Tisch ist das Thema nicht: Jetzt ist der Verwaltungsgerichtshof gefragt.
Das relativ neu definierte Krankheitsbild der Antibiotika-refraktären Lyme-Arthritis (ARLA) erinnert an eine reaktive Arthritis. Entsprechend ist eine rheumatologische Basistherapie zu erwägen.
Mehr Rechtssicherheit durch genehmigten Off-Label-Use: Die einschlägige Anlage VI der Arzneimittel-Richtlinie wurde aktuell um Cisplatin und Carboplatin gegen dreifach negativen Brustkrebs ergänzt.
Die Sanierung der gesetzlichen Krankenversicherung ist ein Milliarden-Poker. Kritisch daran ist: Die Rettungsaktion von Gesundheitsministerin Nina Warken birgt Risiken für die Versorgung mit vertragsärztlichen und stationären Leistungen.
Physician Assistant werden in der ambulanten Versorgung bislang nur vereinzelt eingesetzt – dabei können sie Praxen merklich entlasten. Ein Panel auf dem DGIM-Kongress beleuchtete Chancen und Grenzen.
Studierende, die krankheitsbedingt von einer Prüfung zurücktreten wollen, müssen die Gründe unverzüglich mitteilen. Eine Göttinger Medizinstudentin verlangte einen weiteren Versuch, nachdem sie dreimal durchgefallen war – ohne Erfolg.
Nach der CHMP-Empfehlung hat die Europäische Kommission jetzt Modernas Kombi-Impfstoff gegen Influenza und COVID-19 zugelassen. Der Hersteller betont die Vorteile der vereinfachten Handhabung.
Seit einem Jahr ist die „ePA für alle“ am Start. Im Praxisalltag laufen aber nicht alle Uploads reibungslos. Wie sich Ärzte etwa bei Bilddateien behelfen können, erklärten Kollegen beim DGIM-Kongress.
Die Notfallreform hat das Bundeskabinett passiert – nun ist der Bundestag am Zug. Schon jetzt werden wichtige Elemente des geplanten Gesetzes wie die 24/7-Dienste von den Praktikern in den Praxen verrissen.
Bei der Behandlung mündiger Erwachsener verhält es sich mit der ärztlichen Schweigepflicht relativ klar. Bei Kindern und Jugendlichen kann es hingegen komplizierter werden. Ein Überblick, wie Sorgerecht und Verwandtschaftgrad die Kommunikation verändern.
Digitalisierung sei unerlässlich, zeigt sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken überzeugt. Wie sich die Transformation am besten umsetzen lässt, wird auf der Digital Health-Messe DMEA in Berlin teils kontrovers diskutiert.
Die AOK Hessen nutzt die Option, Versicherte nach Datenanalyse über Krankheiten zu informieren und versendet 17.000 Briefe zur HPV-Schutzimpfung. Unterstützung kommt aus dem Gesundheitsministerium.
2028 soll die elektronische Verordnung der häuslichen Krankenpflege kommen, kurz: eHKP. Für alle Beteiligten – Praxen, Pflegedienste und Krankenkassen – soll das Verfahren einfacher, transparenter und weniger fehleranfällig werden.
Hausarztvermittlungsfälle sorgen öfter für Verstimmungen zwischen Haus- und Gebietsärzten. Allgemeinmediziner Sebastian Voß und Dermatologin Anja Schäfers berichten der Ärzte Zeitung, wie sich die Situation verbessern ließe.
Knieschmerzen treten bereits im Kindesalter häufig auf. Was kann dahinterstecken? Und warum sollte man bei der Diagnostik die Hüfte nicht vergessen? Orthopädin Katharina Schultz klärt auf.
Ein Jahr nach dem Start des Rollouts der ePA ziehen die Digitalaffinen auf der E-Health-Messe DMEA eine überwiegend positive Zwischenbilanz. Es bleibt die Mahnung, Tempo zu machen.
Der Mediziner Mark Oette behandelt ehrenamtlich Menschen, die auf der Straße leben. Was für eine optimale Versorgung Wohnunsloser wichtig ist und wo das System an seine Grenzen gerät.
Der Finanzminister weigert sich, der Ärztekammer-Chef schlägt einen Kompromiss vor: Der Bund solle zum Einstieg drei Milliarden Euro beim Steuerzuschuss drauflegen, um versicherungsfremde Leistungen in der GKV zu refinanzieren, so Klaus Reinhardt.
Versorgungsbedarf vor Evidenz: Die Bundesregierung macht ihre Ankündigung wahr, einen Großteil der „sonstigen Wundprodukte“ langfristig von Nutzennachweisen freizustellen.
Alle Augen sind derzeit auf die Krankenversicherung gerichtet – und was ist mit der Pflegereform? Bis Mitte Mai wolle sie einen Vorschlag unterbreiten, lässt Ministerin Warken mitteilen. Auf Medienberichte über höhere Belastungen geht sie nicht ein.
Auch Menschen mit Herz-, Lungen- und anderen Erkrankungen betrachten Flugreisen oft als Selbstverständlichkeit. Doch es gibt Grenzen. Welche, das hat ein Flugmediziner beim DGIM-Kongress erläutert.
Es kommt Bewegung in den Markt der ePA-Plattformen. Waren es bisher zwei Unternehmen, stehen zwei weitere in den Startlöchern, um die elektronische Patientenakte weiterzuentwickeln.
Personalmangel, fehlende Steuerung, Klimawandel: Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin sieht das Gesundheitssystem mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Den Kopf in den Sand stecken verbiete sich aber. Es gebe Lösungen.
Niedersachsens Gesundheitsminister und GMK-Chef Andreas Philippi unterstützt das Reformtempo des Bundes, pocht aber auf Mitsprache der Länder. Im Interview spricht er über Folgen für den Klinikumbau und warnt vor höheren Beiträgen für Versicherte.
Mit humanen Papillomviren (HPV) infizieren sich Menschen vor allem in jungen Jahren, und die Impfung wird primär jungen Menschen empfohlen. Dennoch rät eine Gynäkologin dazu, auch bestimmte ältere Patientinnen zu impfen – etwa Frauen nach Konisation.
Internisten haben beste Voraussetzungen für eine Tätigkeit als Hausarzt, lautet eine Erkenntnis beim DGIM-Kongress: Mehr als 80 Prozent der dortigen Krankheitsbilder stammten aus dem internistischen Spektrum.
Krankenhäuser und Vertragsärzteschaft üben scharfe Kritik am engen Zeitkorsett für das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Zugleich werden leise Störungen im Verhältnis der Selbstverwaltungsorgane zur Gesundheitsministerin deutlich.
Manchmal gibt es gute Gründe, eine üblich ambulante Behandlung ausnahmsweise stationär vorzunehmen. Solche Gründe kann das Krankenhaus auch nach der Rechnungsstellung noch nachreichen, urteilt ein Landessozialgericht.
Antikörper statt Langzeit-Glukokortikoide – das ist in der Rheumatologie ein sich zunehmend verbreitendes Therapie-Prinzip. Das gilt besonders auch für rheumatische Erkrankungen im hohen Lebensalter.
Wer sein Anlagevermögen über verschiedene Anlageklassen streut, senkt die Risiken und stabilisiert die Renditen. Das ist im Prinzip bekannt. Ein paar Grundregeln für die Vermögensstruktur helfen, Fallen zu vermeiden.
Bei der Krankheitsvorbeugung hinkt Deutschland hinterher. Andere Länder in Europa machen vor, wie sich Verhältnisprävention wirksam umsetzen und Leben retten lässt. Höchste Zeit, dass auch wir den Modus der Sonntagsreden verlassen.
Plattformen für Online-Terminbuchungen sollten von der öffentlichen Hand betrieben werden. Das finden laut einer Umfrage von medatixx vor allem junge Menschen.
Testosteron ist ein zentraler kardiometabolischer Faktor, der bei Männern mit Übergewicht und kardiovaskulärem Risiko mitbedacht werden muss. Die Testosteron-Substitution ist jedoch differenziert zu betrachten, betont ein Androloge beim DGIM-Kongress.
Keine andere Technologie verändert die (Arbeits-)Welt derzeit so sehr wie Künstliche Intelligenz. Viele KI-Unternehmen sind zu echten Börsenstars geworden. Da stellt sich die Frage: Was ist beim Investment zu beachten?
Parkinson zählt als unheilbar – umso wichtiger ist deshalb die Prävention. Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Parkinson fassen den derzeitigen Wissensstand zusammen und ordnen die Ergebnisse neuester Medikamentenstudien ein.
Myope Menschen entwickeln laut einer Studie aus Japan öfter ein Glaukom als andere und benötigen dafür auch häufiger einen Eingriff. Daher macht es Sinn, sie gezielt zu screenen und proaktiv zu behandeln.
Breit neutralisierende Antikörper könnten das Immunsystem in die Lage versetzen, HIV zu kontrollieren. Noch ist ein gutes Stück des Wegs hin zur Anwendung dieses Prinzips in der Praxis zu bewältigen.
Die Tollwut ist gerade bei Fernreisen eine reale Gefahr, speziell für Kinder, die oft ungehemmt auf Tiere zugehen. Vorher zu impfen, ist immer besser, als vor Ort in eine missliche Lage zu geraten.
Myokardiale Ischämien entstehen nicht nur aufgrund hochgradiger Koronarstenosen. Bei Ischämie-Nachweis ohne Stenose sollte an ANOCA/INOCA gedacht werden. Hinweise, wie Sie diese diagnostizieren können – und eine Einordnung für die Praxis.
Bei Palliativpatienten gehören die Medikamente auf den Prüfstand. Wie das theoretisch geht, ist eigentlich klar. Worauf in der praktischen Umsetzung des Deprescribings zu achten ist, erläutert ein Hausarzt.
Mit Blick auf ihren Intraokulardruck tun Patienten und Patientinnen mit Glaukom womöglich gut daran, zum Schlafen eine flache Position einzunehmen. Das könnte Einengungen der Jugularvenen entgegenwirken.
Ergebnisse der Diabetes Endothelial Keratoplasty Study (DEKS) deuten darauf hin, dass ein Diabetes mellitus auf Spenderseite den Erfolg einer Hornhauttransplantation nicht schmälert.
Sind GLP-1-Agonisten wirklich mit einem geringeren Uveitisrisiko assoziiert, wie es eine retrospektive Kohortenstudie nahelegt? Warum man sich darauf nicht verlassen sollte, erläutern zwei Kommentatoren in „JAMA Ophthalmology“.
Seit der EU-Zulassung des ersten Biosimilars im Jahr 2006 wurden diese den jeweiligen Referenzprodukten klinisch äquivalenten Biopharmazeutika in immer mehr Indikationen zugelassen und zunehmend häufiger eingesetzt, seit mehreren Jahren auch in der Ophthalmologie.
Sonderbericht
|
Mit freundlicher Unterstützung von:
Advanz Pharma GmbH, München
Patienten mit Glaukom, die mit topischen nichtselektiven Betablockern behandelt werden, müssen kein höheres Risiko für Morbus Parkinson befürchten. Eine Studie hat keine Hinweise auf einen Zusammenhang ergeben.
Kein signifikanter klinischer Nutzen – so lautet das Fazit einer Metaanalyse von sechs Studien zur Photobiomodulationstherapie der altersbedingten Makuladegeneration. Das heißt aber nicht, das Verfahren würde nichts bewirken.