Novo Nordisk kann Semaglutid jetzt auch gegen MASH vermarkten. UCB bringt die erste medikamentöse Therapie gegen Thymidinkinase-2-Defizienz. Und Sanofi erhält im zweiten Anlauf doch noch grünes Licht für Belumosudil gegen Graft-versus-Host-Reaktion.
Die Bundesländer sind mit wesentlichen Bausteinen der Apothekenreform nicht einverstanden. Dass sie sich damit auf ganzer Linie durchsetzen, ist unwahrscheinlich.
Der Bund soll für gesamtgesellschaftliche Aufgaben aufkommen, nicht die Beitragszahler in Kranken- und Pflegekassen. Der Bundesrat mahnt bei der Bundesregierung finanzielle „Ehrlichkeit“ an.
Kompliment für die Politik: Die habe erkannt, dass das Gesundheitswesen „nicht mehr ärztlich dominiert“ sein könne, um Versorgung zu sichern, heißt es beim Kongress „Pflege 2026“ in Berlin. Es wird aber auch Kritik laut.
Ein Dekubitus entwickelt sich. Dieses Zeitfenster sollte laut der Pflegewissenschaftlerin Kerstin Gmeinwieser strukturiert für Prävention, Monitoring und Intervention genutzt werden.
Auch Daten aus Kanada legen nahe, dass eine Herpes-zoster-Impfung einer Demenz bei älteren Menschen vorbeugt: Unter Impfberechtigten ist das Demenzrisiko deutlich reduziert, jedoch mit Unterschieden zwischen den Geschlechtern.
Bislang werden viele Patienten mit seltenen Erkrankungen in speziellen Zentren behandelt. Regionale Verbünde wären eine Chance, sie auch vor Ort besser zu versorgen.
In der Augsburger Dermatologie wird an einem digitalen Patientenpfad gearbeitet, der nicht nur das Onboarding regeln, sondern den Patienten kontinuierlich begleiten soll. Einblicke gab es bei der „Safety Camp“-Konferenz.
Influenza ist für Kinder keine harmlose Infektion: Komplikationen wie Pneumonie oder Mittelohrentzündung treffen vor allem die Jüngsten. Eine Fachkommission empfiehlt nun, alle Kinder ab 6 Monaten zu impfen, um Krankheitslast und Risiken zu senken.
Die Impfquote bei chronisch Erkrankten unter 60 Jahren liegt weit unter dem Ziel der WHO. Round-Table-Experten sehen eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Haus- und Fachärzten sowie Digitalisierung und niedrigschwellige Angebote als Schlüssel zum Erfolg.
Der Unmut der Hausärzte über die Gebietsärzte ist in Berlin inzwischen groß. Der Grund: Patienten beschweren sich, dass sie ohne Hausarztvermittlungsfall keine Termine bekommen. „Friedensgespräche“ sollen die Wogen glätten.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind bekanntlich die häufigste Todesursache in Deutschland. Am Klinikum Chemnitz wurde ein neues Herzzentrum eröffnet, um Patienten besser zu versorgen.
Über die Vergütung der Arzneimittelabgabe sollen Krankenkassen und Apotheker künftig frei verhandeln. So sieht es eine flankierend zur aktuellen Branchenreform angelegte Rechtsverordnung vor. Der Standesverband ABDA beharrt dagegen auf sofortiger Honorarerhöhung.
Der Versorgungsmangel bei salbutamolhaltigen Dosieraerosolen besteht fort. Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat angekündigt, trotz Auslaufens des Rabattvertrags Patienten die Mehrkosten zu erstatten.
Sport, Ernährung, Schlaf – all das sind Faktoren, die uns zu einem gesunden und langen Leben verhelfen. Doch die Gene haben wohl einen größeren Anteil an der potenziellen Lebenserwartung als gedacht.
Andreas Zaby von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) spricht sich für mehr digitale Prozesse auch im Gesundheitswesen aus. Dennoch betont er im Interview: „Digitalisierung ist der erste Schritt, sie wird aber nicht alle Probleme lösen.“
Bei der Vergabe von Vertragsarztsitzen dürfen die Zulassungsausschüsse unterversorgte Teilbereiche berücksichtigen – aufgeteilt anhand der Postleitzahl.
Der Journalist und ehemalige ARD/ZDF-Reporter Richard Gutjahr zeichnet beim Blick auf technologische und gesellschaftliche Entwicklungen ein düsteres Bild. Er fordert „eine Rückbesinnung auf uns Menschen“.
Seit einigen Wochen nimmt die RSV-Aktivität zu. Nun spricht das Robert Koch-Institut vom Start der RSV-Welle. Auch die Grippe-Welle hält an. Ein Überblick über das aktuelle Infektionsgeschehen.
Bei manchen Untersuchungen von Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern ist ein Nadelstich nötig, der den Kleinen oft sehr weh tut. Mit gut erforschten und einfachen Maßnahmen lassen sich Schmerzen und Stress für die Kinder aber wirksam reduzieren.
Eine Akutpraxis ist in Augsburg direkt an die Notaufnahme angegliedert. Am Triagepunkt im Eingangsbereich entscheidet Fachpersonal, wo Patienten am besten aufgehoben sind.
Zuerst zum Hausarzt gehen und dann – sofern nötig – zum Facharzt!? Was simpel klingt, entpuppt sich auf den zweiten Blick als gar nicht so trivial in der Umsetzung. Vor allem ein Punkt entzweit Ärzteschaft und Krankenkassen.
Andreas Zaby von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) sucht neue Ideen fürs Gesundheitswesen. Er fordert Digitalisierung, Bürokratieabbau und Risikokapital, damit Forschung erfolgreicher wird. Einen Lichtblick hat Zaby aber ausgemacht.
Zum Jahresauftakt hat der Verband der Ersatzkassen seine Vorstellungen für das Reformjahr 2026 skizziert. Ein zentraler Punkt: Ein- und Ausgaben der Krankenkassen müssten endlich wieder ins Gleichgewicht kommen.
Bis zum Jahresende sollen Ärzte eine Volltextsuche für die ePA erhalten. Außerdem hat das Bundesgesundheitsministerium Push-Benachrichtigungen für Patienten angekündigt.
Joe Kiani kämpft seit Jahren dafür, dass im US-Gesundheitswesen keine Patienten mehr wegen Behandlungsfehlern sterben. In Augsburg gab er Tipps, wie das auch hierzulande gelingen kann.
Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt in seiner Neujahrsansprache „Aufbruch“ für 2026 an. Die Bundesvertretung der Medizinstudierenden wundert sich: Sie erleben eher Krisenstimmung oder Sparkurs im Gesundheitswesen.
Patienten, die am Schlaf-Apnoe-Syndrom leiden, können nur dann eine Schwerbehinderung geltend machen, wenn Vermeidungsstrategien nicht wirken. Das hat das Landgricht Niedersachsen klar gestellt.
Bei der Abrechnung von Long-COVID-Leistungen gibt es eine signifikante Änderung: Überweisungen sind jetzt bei der EBM-Ziffer 37802 Pflicht und nicht mehr nur Kür.
Mehr als 1.500 Lieferengpässe bei Medikamenten wurden 2025 erfasst. Manche Präparate lassen sich von Ärztinnen und Ärzten kaum noch ausgleichen. Welche Medikamente waren besonders stark betroffen?
Kein Kaffee bei Vorhofflimmern? Diese Empfehlung könnte überholt sein. Koffeinhaltiger Kaffee begünstigt offenbar nicht die Entstehung supraventrikulärer Arrhythmien. Ganz im Gegenteil.
Mehr Navigation durch die ambulante Versorgung, digitale Ersteinschätzung, digitale Terminvermittlung mit „Termingarantie“. Ab dem Sommer will Bundesgesundheitsministerin Nina Warken das System umkrempeln.
Bei den Physiotherapeuten ist der Fachkräftemangel groß, der Reformbedarf der Ausbildung ebenso. Doch die Länder fordern erst eine Vergütung für den Nachwuchs in ambulanten Physio-Praxen, bevor das Berufsgesetz novelliert wird.
Erst 30 Jahre jung und schon Pflegegrad 5: Die soziale Pflegeversicherung muss dringend grundsaniert werden. Für Bundesgesundheitsministerin Nina Warken kommt die Aufgabe der berühmten Quadratur des Kreises gleich.
Dr. Barbara Lageder führt im bayerischen Landkreis Rottal-Inn erstmals eine von der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns gegründete Praxis weiter. Die KV spricht von einem landesweiten Erfolgsmodell.
Theoretisch ist es eine Win-win-Lösung: Qualifikationen ausländischer Ärzte werden in einem schlanken Verfahren anerkannt, Deutschland erhält rasch dringend benötigte Fachkräfte. Doch Ärzteverbände bezweifeln die Praxistauglichkeit.
Um Kalorien zu sparen, wird oft zu Getränken und Speisen mit Süßstoffen gegriffen. Aber Vorsicht: Nicht nur, dass diese wohl kaum nützen – vielmehr bergen sie sogar ein Risiko für Mensch und Umwelt, meint Gastautor Professor Stephan Martin.
Der Heidelberger Neurologe Dr. Dr. Varun Venkataramani hat herausgefunden, wie Glioblastomzellen ihr eigenes Wachstum sicherstellen, und auch eine Strategie entwickelt, dies zu unterbinden. Dafür zeichnet ihn das PEI aus.
Mit 6,2 Millionen Arbeitsplätzen – sozialversicherungspflichtig und selbstständig – ist das Gesundheitswesen ein Job-Gigant. Und nach zwischenzeitlicher Flaute stehen die Zeichen jetzt wieder auf Zuwachs.
In Spanien hat eine Frau ihren Job verloren, weil sie regelmäßig zu früh zur Arbeit kam – obwohl sie nichts zu tun hatte. Warum dies auch in deutschen Praxen zum Problem werden kann, erläutert ein Arbeitsrechtler.
Die Behandlung von Patienten mit ASD kann für Ärzte und MFA eine Herausforderung sein. Worauf sollten sie im Umgang achten? Forscherin und Ärztin Christine Freitag gibt Tipps im „ÄrzteTag“-Podcast.
Zwei Jahre lang konnte das Vereinigte Königreich seinen Masern-Eliminierungsstatus aufrechterhalten. Stagnierende Impfquoten sorgen für eine erneute Ausbreitung der Infektion. In Deutschland zeigt sich ein ähnliches Bild.
62 Prozent der Bürger sind laut einer repräsentativen Befragung für die Beibehaltung der telefonischen Krankschreibung. Besonders groß sind die Zustimmungswerte bei den 18- bis 29-Jährigen.
Unsicherheit ist Gift für die Anleihe- und Wertpapiermärkte. Was die Eskapaden von US-Präsident Trump in der Außenpolitik für die Börse bedeuten, und wo aktuell dennoch Chancen für Anleger liegen.
Einer Meldung des Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zufolge gibt es derzeit Lieferengpässe bei Luminal® Injektionslösung. Diese sollen noch bis Mai anhalten.
Die vom Bundeskanzler losgetretene Debatte um die Tele-AU schlägt weiter Wellen. Jetzt hat der Vorstand des Hartmannbund betont: Die Ursachen für Fehlzeiten liegen nicht in den Arztpraxen.
Am Dienstag startet der Fachdialog zur Primärversorgung mit Verbänden und anderen Spitzenvertretern des Gesundheitswesens. Zu einer der zentralen Fragen hat der GKV-Spitzenverband bereits seine Antwort skizziert.
Sich nahestehende Personen, die einander keine Niere spenden können, sollen künftig an andere Paare spenden können - das soll die Nieren-Überkreuzspende ermöglichen. Doch das Gesetz habe auch seine Schwächen, wie Kollegen anmerken.
Dass simple Passwörter nicht sicher sind, weiß jeder – dennoch werden sie häufig eingesetzt. Tipps, wie man sichere Passwörter erstellt, geben das Hasso-Plattner-Institut und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Das könnte heftig werden: 2027 droht den gesetzlichen Krankenkassen laut DAK-Gesundheit eine Finanzlücke von mehreren Milliarden Euro. DAK-Chef Andreas Storm rät zu einem „3-Stufen-Plan“. Aber wird die Politik rechtzeitig liefern?
Kann auch in Deutschland behandelt werden, ist eine frühere Transplantation in den Niederlanden kein Grund für die Krankenkasse, die Kosten zu tragen. Die Wartezeit ist mit Dialyse zu überbrücken, so die Richter.
Im Raum Karlsruhe–Freiburg werden digitale Onkologie-Lösungen in die Versorgung ländlicher Regionen eingebracht: Fach- und Hausärzte sowie Patienten werden standortunabhängig vernetzt.
Wie lassen sich Patientinnen und Patienten für die Grippeimpfung motivieren? Ein amerikanisches Team zeigt, dass sich die Impfrate durch Nudging in Form von SMS-Nachrichten positiv erhöhte – jedoch nicht in allen Gruppen.
Ein Mann will Suizid begehen, bittet ChatGPT um eine Anleitung und wird von der KI in die Klinik geschickt. Dort müssen sich die Ärzte gut auf die Gespräche vorbereiten, da er die Therapie bestens informiert hinterfragt.
Die Leitlinie „Livedovaskulopathie“, eine seltene Hauterkrankung, wurde kürzlich aktualisiert. Die Leitlinienkoordinatorin Dr. Marie-Luise Schiffmann erklärt im Gespräch mit der Ärzte Zeitung, worauf es bei der Diagnose ankommt.
Das mittelfristige Exazerbationsrisiko von Asthmakranken lässt sich offenbar anhand des Mengenverhältnisses von bestimmten Sphingolipiden zu Steroiden im Blut gut einschätzen. Die Vorhersage gelingt damit besser als anhand von klinischen Parametern.
Wer viel Konservierungsstoffe über die Nahrung aufnimmt, muss mit einem erhöhten Krebsrisiko rechnen. Ein solcher Zusammenhang lässt sich primär für nicht antioxidativ wirkende Zusatzstoffe wie Nitrit und Nitrat, aber auch Sorbat und Acetat berechnen.
Fordernden oder aggressiven Patienten sind Praxisteams nicht hilflos ausgesetzt. Mit ein paar Kommunikationstricks lässt sich die Situation in der Regel entschärfen – selbst dann, wenn Patienten mit einer Klage drohen.
In der neuen Auflage der Leitlinie „Berufliche Hautmittel“ finden Sie alles Wissenswerte rund um Hautschutz, Hautpflege und Hautreinigung – für sich selbst und Ihre Patienten.
Trägerinnen von pathogenen Varianten des BRCA1- oder BRCA2-Gens, die sich zur Risikosenkung einer bilateralen Mastektomie unterziehen, erkranken seltener an Brustkrebs. Ein irisches Studienteam untersuchte nun auch die Effekte auf die Gesamtmortalität.
Wie damit umgehen, wenn Patientinnen und Patienten sich Maßnahmen wünschen, die eine KI empfohlen hat, die Sie aber für (noch) nicht geboten halten? US-Otolaryngologen geben fünf Tipps.
Ambulantisierung liegt gesundheitspolitisch im Trend. Doch wie ergeht es Menschen, die ambulant operiert wurden im weiteren Verlauf? Eine Studie aus dem Vereinigten Königreich gibt Aufschluss.
Bei sehr starkem Schwitzen reichen die konservativen Maßnahmen in einigen Fällen nicht aus. Ein operativer Eingriff am Sympathikus sollte bei Hyperhidrose-Betroffenen aber wohlüberlegt sein und kommt nur unter bestimmten Voraussetzungen in Frage.
Die Stadieneinteilung beim malignen Melanom spiegelt nicht unbedingt das Risiko für einen melanombedingten Tod wider: Das zeigt ein Vergleich von Stadium-IIC- mit Stadium-IIIA-Tumoren auf der Basis von schwedischen Registern.
Was gibt es bei der Planung der Therapie von Menschen mit Opiatabhängigkeit zu beachten? Empfehlungen gibt die neue S3-Leitlinie zu opioidbezogenen Störungen.
Die Atopische Dermatitis beginnt häufig schon im Säuglingsalter, der weitere Verlauf ist individuell variabel. Doch bei wem persistieren die Symptome, wer erreicht eine Remission?
Für die Wundversorgung stehen tausende teils sehr teure Produkte zur Verfügung. Aber so schwer müssen sich Ärzte die Auswahl gar nicht machen, hieß es bei einer hausärztlichen Fortbildung.
Valiltramiprosat bremst den kognitiven Abbau bei Personen mit zwei ApoE4-Allelen und einer Alzheimer-bedingten leichten kognitiven Einschränkung. Die Therapie könnte eine Alternative bei Kontraindikation für eine Antikörpertherapie darstellen.
Mit der Empfehlung der STIKO zur Impfung gegen Herpes zoster bei Risikopersonen ab 18 Jahren erweitert sich der Kreis der Impfberechtigten. Was bedeutet das fürs Impfmanagement?
Die hausärztliche Betreuung von Überlebenden einer Krebserkrankung ist herausfordernd. Welche Informationen aus der Onkologie den Übergang verbessern könnte, erklären Forscherin Sandra Salm und Hausärztin Eva Rappen-Cremer im Interview.
Neue Daten zur Adagrasib-Behandlung von Personen mit einem vorbehandelten KRAS-mutierten fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) lassen vermuten, dass der Heilige Gral in der KRAS-Hemmung eher noch nicht gefunden ist.
Die meisten Kinder mit fortgeschrittener Krebserkrankung erhalten in Bayern erst kurz vor dem Tod eine palliative Versorgung. Am häufigsten werden Kinder mit ZNS-Tumoren palliativ behandelt, am seltensten solche mit hämatologischen Krebsformen.
Oxidativer Stress ist ein Faktor bei Allergien und Entzündungen. Das gilt auch für die Atemwege und die Haut. Vitamin C kann daher ein Therapiebaustein sein, etwa bei Asthma und atopischer Dermatitis.