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Wie ist die Praxis - und wo stecken die Probleme?

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Arzthelferinnen dürfen seit April im Rahmen der Regelversorgung Hausbesuche im Auftrag der Ärzte vornehmen. Doch die Umsetzung des Beschlusses aus dem erweiterten Bewertungsausschuss steht auch ein drei viertel Jahr nach Inkrafttreten noch am Anfang. Zahlen liegen bisher nur aus Brandenburg vor.

Dort hat die KV 20 Genehmigungen erteilt, davon 18 an Helferinnen und zwei an Agnes-Modellschwestern. Interesse an der Abrechnungsgenehmigung haben immerhin 36 Arztpraxen aus unterversorgten Regionen in Brandenburg angemeldet. Egal ob Medizinische Fachangestellte, wie in den alten Bundesländern, oder ehemalige Kranken- oder Gemeindeschwestern, wie in vielen Praxen der neuen Bundesländer - ohne Fortbildung darf keine Helferin los zum Hausbesuch. Gefordert sind 190 bis 270 Stunden Zusatzqualifikation je nach Berufserfahrung.

Diese Fortbildungen haben bisher noch nicht viele Helferinnen durchlaufen. Das liegt unter anderem daran, dass sie in einigen Regionen noch gar nicht angeboten werden. So wartet unter anderem die sächsische Landesärztekammer auf ein Muster-Curriculum der Bundesärztekammer, das nächstes Jahr vorliegen soll. Doch auch dort, wo es bereits Fortbildungsangebote gibt, zeigt sich ein bunter Flickenteppich: Die Ärztekammer Brandenburg bietet seit September ein Curriculum an, das auf eine Empfehlung der Bundesärztekammer zurückgeht. Nordrhein hat die Zusatzqualifikation EVA (Entlastende Versorgungsassistentin) im Angebot, die unter Beteiligung verschiedener KVen und ihrer Akademien entwickelt wurde. Die ersten Qualifikationen sollen dort Mitte 2010 vergeben werden.

In Niedersachsen hat die KV MoNi (Modell Niedersachsen) an den Start geschickt. Dabei handelt es sich aber um ein weiteres Modellprojekt und keine Fortbildung für die Regelversorgung. Prinzipiell zur bundesweiten Anwendung gedacht war Agnes, das aber derzeit von keiner Fortbildungsakademie angeboten wird. In Konkurrenz dazu wurde Verah ebenfalls zur bundesweiten Umsetzung entwickelt, das inzwischen rund 500 Medizinische Fachangestellte abgeschlossen haben.

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