Berufspolitik

Kollege Computer als Helfer in der Bürokratie-Falle

Veröffentlicht: 22.12.2009, 05:00 Uhr

Der Praxiscomputer gehört bei vielen Ärzten und Arzthelferinnen sicher nicht zu den beliebtesten Geräten. Das liegt auch daran, dass es in den Programmen manchmal hakt, was dann viel Zeit kostet. Aber ohne PC, so viel ist sicher, könnten Vertragsärzte zumindest in größeren Praxen längst einpacken. Hier seien nur einige Beispiele genannt, wo Software Ärzten aus der Bürokratie-Falle hilft:

  • Das Ausfüllen von Formularen: Die Übernahme der Stammdaten und weiterer Daten aus der elektronischen Karteikarte ist heute so selbstverständlich, dass man es kaum noch bemerkt. Wer an die Zeit zurückdenkt, in der alle Formulare per Hand auszufüllen waren, der kann sich die Zeitersparnis ausrechnen. Blankoformulardruck, der die Bevorratung unterschiedlicher Formulare und deren Einlegen in den Drucker erspart, ist heute eine zusätzliche Hilfe.
  • Elektronische Abrechnung: Früher war die Abrechnung Stress fürs Praxisteam, zum Teil über Tage hinweg, heute ist sie im Prinzip meist in einer Stunde erledigt, sieht man von den Nacharbeiten ab. Die nächste Stufe ist die Online-Abrechnung, die im Jahr 2011 kommen wird. Sie ermöglicht zusätzliche Services der KV für Ärzte, und sie wird die Verwaltungskosten nochmals senken, bei Zahnärzten liegt in manchen Regionen der Verwaltungskostensatz für Online-Abrechner bei 0,5 Prozent.
  • Abwicklung von DMP: Beim Start der DMP mussten die Formulare per Hand ausgefüllt werden - was zu einer hohen Fehlerquote führte und den Erfassungsaufwand vervielfachte. Die Software ermöglicht eine direkte Plausibilitätskontrolle der Eingaben und hat den Aufwand in den Praxen deutlich gesenkt.
  • Kodierung der Diagnosen: Die Einführung der ICD-10 war von Protesten der Ärzte begleitet. Dank der EDV läuft dieser Prozess aber weitgehend geräuschlos. Die Übernahme von Dauerdiagnosen reduziert den Aufwand ebenso wie die Arbeit mit Diagnosenthesaurus. Und wenn erst die Kodierrichtlinien kommen, vorgesehen für Mitte 2010, dann wird der PC für die Kodierung vollends unverzichtbar. (ger)
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