Direkt zum Inhaltsbereich

Prävention - da raschelt das Papier

Prävention ist ein weites Feld. Das sieht jeder sofort, der die Internetseite des BMG besucht.

Veröffentlicht:

Prävention heißt beim Bundesgesundheitsministerium nicht nur, auf gesunde Ernährung zu achten und aufs Rauchen zu verzichten. Im Fokus steht auch die Aids-Aufklärung oder das Vorbeugen von Schlaganfällen.

Nationaler Aktionsplan gegen falsche Ernährung

Trotzdem sagt die Bundesregierung mit Unterstützung der Länder vor allem der Fehlernährung und dem Bewegungsmangel und den damit zusammenhängenden Krankheiten den Kampf an. Dazu wurde im Juni 2008 vom Bundesgesundheitsministerium und vom Bundesverbraucherministerium ein Nationaler Aktionsplan erstellt, den die Gesundheitsministerkonferenz unterstützt. Wer sich allerdings durch den 51 Seiten umfassenden Plan quält, stößt eher auf schwere statt auf leichte Kost. Bleierne Zeilen wie "Die Unterstützung von Verhaltensänderungen durch Information und Motivation sowie die Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Strukturen sind zentrale Aufgaben des Nationalen Aktionsplans", liegen dem Leser eher schwer im Magen. Auch dass die Umsetzung des Plans auf zwölf Jahre angelegt ist, lähmt den Präventionsenthusiasten eher, als ihn zu begeistern.

Ein Sammelsurium an Veranstaltungen

Finanziert werden die Initiativen des Präventionsplans mit jeweils fünf Millionen Euro jährlich aus den beiden federführenden Bundesministerien. Allerdings sind diese Summen nur bis zunächst 2010 festgelegt. Weitere Finanzmittel sollen andere Bundesressorts, die Länder sowie die Wirtschaft durch eigene Aktivitäten und Maßnahmen zur Unterstützung des Aktionsplans bereitstellen. Die Gelder werden zum Beispiel benötigt, um Arbeitsgruppen zur Prävention von Fehl- und Mangelernährung im Alter zu unterstützen oder Kongresse zu Essstörungen zu organisieren sowie Qualitätsstandards für die Gemeinschaftsverpflegung in Kindertageseinrichtungen, Schulen, Betriebskantinen oder Alten- und Pflegeheimen festzulegen. Gefördert wird aber auch die Erstellung eines nationalen Radverkehrsplans. (chb)

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Welttag der Patientensicherheit

KBV: Diagnostik hat nichts in Apotheken und Drogerien zu suchen

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Sie fragen – Experten antworten

Alle Diabetes-Patienten gegen Herpes zoster impfen?

Euglykämische diabetische Ketoazidose

Kasuitik: Seltene Nebenwirkung unter SGLT2-Hemmern

Lesetipps
Illustration eines molekularen Modells von Messenger RNA.

© Dr_Microbe / Getty Images / iStock

Personalisierte mRNA-Therapien

Verheißungsvolle RNA-Krebsimpfstoffe: Wo steht die Forschung gerade?

Ein Mann niest und putzt sich die Nase.

© Dragana Gordic / stock.adobe.com

Kasuistik

Plötzliche Niesanfälle bringen Mann in Lebensgefahr

Auch 2024 war die Sterblichkeit durch Herzerkrankungen in Deutschland insgesamt erneut leicht rückläufig

© Rosi / stock.adobe.com / Generated with AI

Herzbericht 2026

Das sind die aktuellen Trends in der Herzmedizin